Playa de Santiago auf La Gomera

Playa de Santiago — ruhiges Fischerdorf auf La Gomera

Playa de Santiago ist der ruhigste Ort auf La Gomera — und genau darin liegt sein Reiz. Dieses kleine Fischerdorf an der Südküste der Insel lebt langsam und gelassen, fernab der Hippie-Atmosphäre von Valle Gran Rey und des touristischen Trubels von San Sebastián. Ein kleiner Strand mit dunklen Kieseln, einige Fischrestaurants mit dem Fang des Tages und ein Panoramahotel auf der Klippe — das ist das ganze Repertoire, und doch reicht es für einige wirklich erholsame Tage.

Strand und Hafen

Der Strand von Playa de Santiago ist ein schmaler Streifen aus dunklen Kieseln und Schotter am Fuß des Fischerhafens. Es ist kein typischer Reiseführer-Strand — hier gibt es weder weißen Sand noch Liegestühle und Sonnenschirme. Dafür aber ruhiges Wasser, geschützt durch den Wellenbrecher, einheimische Fischer, die ihre Netze flicken, und einige bunte Boote, die auf den Wellen schaukeln. Das Baden ist angenehm und sicher, obwohl der Kiesboden Badeschuhe erfordert.

Östlich des Hafens erstreckt sich eine Küste mit Felspools — bei Ebbe entstehen natürliche Badestellen in der Lava, die bei den Einheimischen beliebt sind. Es ist ein ruhiger, gemächlicher Ort, an dem der Tag durch die Essenszeiten und den Sonnenstand bestimmt wird.

Jardín Tecina — Hotel auf der Klippe

Auf der Klippe über dem Dorf thront das Hotel Jardín Tecina — das einzige große Hotel auf La Gomera und zugleich eines der besten der Insel. Die weitläufige Anlage mit Gärten, Pools und Golfplatz bietet Aussichten auf den Ozean und das benachbarte Teneriffa. Auch wenn Sie nicht im Hotel übernachten, lohnt sich die Auffahrt, um das Panorama zu bewundern — der Blick auf Playa de Santiago von oben, mit dem Teide am Horizont, ist unvergesslich.

Jardín Tecina ist auch logistisch wichtig — die Reederei Fred Olsen betreibt von hier eine direkte Fährverbindung nach Los Cristianos auf Teneriffa (obwohl der Hauptfährhafen La Gomeras San Sebastián ist).

Fischerküche

In Playa de Santiago finden Sie einige einfache Fischrestaurants am Hafen, in denen serviert wird, was die Fischer am Morgen gefangen haben. Typische Gerichte sind Vieja (Papageifisch), Sama (Hai — eine kanarische Delikatesse), Lapas (Meeresschnecken) mit Mojo-Sauce und Papas Arrugadas (Runzelkartoffeln in Salzkruste). Die Preise sind erschwinglich und die Portionen großzügig. Es ist die authentische Küche La Gomeras, ohne touristische Aufschläge.

Praktische Informationen

  • Anfahrt: Mit dem Auto von San Sebastián de La Gomera über die GM-1, ca. 35 Minuten. Die Straße ist kurvenreich, aber mit schönen Aussichten.
  • Fähre: Von Los Cristianos (Teneriffa) nach San Sebastián, dann mit dem Auto weiter. Oder Direktfähre Fred Olsen nach Playa de Santiago (eingeschränkte Fahrten).
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Bus von San Sebastián (Linie 3, mehrere Fahrten täglich).
  • Infrastruktur: Grundlegend — kleiner Laden, Apotheke, Restaurants. Keine Rettungsschwimmer am Strand.
  • Unterkünfte: Hotel Jardín Tecina (4*), Apartments im Dorf, einige Pensionen.
  • Wetter: Der Süden La Gomeras ist am trockensten und sonnigsten — Regen fällt hier außerordentlich selten.

Strände in der Nähe

  • Valle Gran Rey — 40 Autominuten westlich, mehrere Strände mit Bohème-Atmosphäre.
  • Playa de San Sebastián — Stadtstrand in der Inselhauptstadt, ca. 35 Autominuten.
  • Playa de la Guancha — Kleine, wilde Bucht zwischen Playa de Santiago und San Sebastián.
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