Playa de la Concha ist vermutlich der meistfotografierte Strand Fuerteventuras – und das aus gutem Grund. Türkisfarbene Lagunen mit kristallklarem Wasser, weißer Sand so fein wie Mehl und natürliche Felsbecken, die vor den Wellen des Ozeans schützen. Ein Ort, der wie die Karibik aussieht, aber nur wenige Flugstunden von Deutschland entfernt liegt, direkt neben dem Fischerdorf El Cotillo an der Nordwestspitze der Insel.
Lagunen und natürliche Becken
Was La Concha von nahezu allen Stränden der Kanarischen Inseln abhebt, ist ein System natürlicher Felsriffe, die ruhige Lagunen bilden, abgeschirmt vom offenen Ozean. Bei Flut strömt Wasser über die Riffe und füllt flache Becken von türkiser Farbe. Bei Ebbe sind manche Becken nur wenige Zentimeter tief – ideal für kleine Kinder.
Das Wasser ist hier außergewöhnlich klar und warm (es erwärmt sich in den flachen Becken). Der Boden ist sandig, ohne Steine. Ein Paradies zum Schnorcheln – in den Felsspalten verstecken sich kleine Fische, Krabben und Seeigel. Die Wellenfreiheit in den Lagunen bietet ein Sicherheitsgefühl, das mit anderen Stränden Fuerteventuras nicht vergleichbar ist.
El Cotillo – ein Dorf mit Charakter
El Cotillo ist ein ehemaliges Fischerdorf, das in den letzten Jahren zum Magneten für Surfer, digitale Nomaden und Reisende geworden ist, die das Fuerteventura vor dem touristischen Boom suchen. Enge Gassen, einige Fischrestaurants, Surfshops und der Wehrturm Torre del Tostón aus dem 17. Jahrhundert mit Meerblick. Die Atmosphäre ist entspannt und unprätentiös – weit entfernt vom Ferienort-Stil von Corralejo oder Costa Calma.
Die Strände von La Concha liegen südlich des Dorfes – man muss einige Hundert Meter hinter den Leuchtturm El Tostón fahren oder gehen. Der Weg führt über Sand und Schotter, ist aber auch ohne Allrad befahrbar. Geparkt wird informell – man stellt das Auto auf dem Sand neben dem Strand ab.
Beste Besuchszeit
La Concha ist bei Ebbe am schönsten – dann sind die Lagunen am ausgeprägtesten und das Türkis des Wassers am intensivsten. Bei Flut werden einige Becken überschwemmt und Wellen können über die Riffe brechen. Es lohnt sich, den Gezeitenplan vor dem Besuch zu prüfen. Wind ist hier fast immer präsent (das ist Fuerteventura), aber die Lagunen sind so geschützt, dass er beim Baden kaum stört.
Praktische Informationen
- Typ: türkisfarbene Lagunen mit natürlichen Felsbecken
- Sand: weiß, sehr fein
- Wellen: keine in den Lagunen (Riffe blockieren den Ozean)
- Beste Bedingungen: Ebbe
- Infrastruktur: keine (keinerlei Einrichtungen – Wasser und Essen mitnehmen)
- Schnorcheln: hervorragend in den Felsspalten
- Parkplatz: informell auf Sand, kostenlos
- Anfahrt: von El Cotillo nach Süden, hinter dem Leuchtturm El Tostón

Strände in der Nähe
Auf der anderen Seite von El Cotillo, nördlich des Dorfes, erstreckt sich ein völlig anderer Strand – ein langer Abschnitt offener Küste mit mächtigen Wellen, beliebt bei Surfern. Zwei Gesichter desselben Ortes: ruhige Lagunen im Süden und wilder Ozean im Norden. Weiter östlich, etwa 30 Fahrminuten entfernt, liegt Corralejo mit den Grandes Playas de Corralejo – Kilometer von Dünen und Sandstränden im Naturpark. Beide Orte lohnen einen Besuch am selben Tag.
