Playa de Famara Lanzarote Strand und Klippen

Playa de Famara – Klippen, Surfen und die Wildheit Lanzarotes

Playa de Famara erstreckt sich über 6 Kilometer raue, windgepeitschte Schönheit an der Nordwestküste Lanzarotes. Über dem Strand erheben sich die monumentalen Klippen des Risco de Famara – die höchste Felsformation der Insel mit bis zu 671 Metern Höhe. An ihrem Fuß, auf dem vom unablässigen Wind geformten Sand, fangen Surfer aus ganz Europa ihre ersten Wellen. Dies ist kein Strand zum Sonnenbaden – dies ist ein Strand zum Erleben.

Klippen von Famara – eine Wand über dem Ozean

Der Risco de Famara ist der Rest einer gewaltigen Vulkankaldere mit einem Durchmesser von etwa 10 Kilometern, deren Zentrum südlich der Insel La Graciosa lag. Die Klippen erstrecken sich über mehrere Kilometer und erreichen eine maximale Höhe von 671 m am Peñas del Chache – dem höchsten Punkt Lanzarotes. Der Blick vom Strand auf diese Felswand gehört zu den ikonischsten Landschaften der Kanarischen Inseln.

Es lohnt sich, auf die Klippenspitze zu fahren (über die Straße LZ-202) und von oben auf den Strand hinabzublicken. Der Ausblick umfasst die gesamte Famara, die Insel La Graciosa und den Chinijo-Archipel. Bei Sonnenuntergang ist er schlichtweg unwirklich.

Surfen – die Hauptstadt Lanzarotes

Famara ist das Herz des Surfens auf Lanzarote. Der Strand bietet über 7 Kilometer Beach Break – die Wellen brechen auf sandigem Grund, was sie auch für Anfänger relativ sicher macht. Im Dorf Caleta de Famara gibt es zahlreiche Surfschulen, und die Preise beginnen bei etwa 35–40 € für eine Gruppenstunde inklusive Brett- und Neoprenanzugverleih.

Die Bedingungen sind am besten von Herbst bis Frühling, wenn der atlantische Swell beständige Wellen liefert. Im Sommer kann es zum Surfen zu ruhig sein, dafür eignet sich die Zeit hervorragend zum Bodyboarding. Neben Surfen sind auch Kitesurfen, Windsurfen und Bodyboarding hier beliebt.

Baden? Lieber nicht

Playa de Famara ist nicht zum normalen Baden geeignet. Starke Rippströmungen stellen eine echte Gefahr dar, und die Wellen können selbst bei scheinbar ruhigem Wetter groß sein. Rettungsschwimmer sind in der Saison an einem markierten Abschnitt im Einsatz, aber der größte Teil des Strandes ist unbewacht. Wenn Sie ruhiges Wasser zum Schwimmen suchen, fahren Sie zur Playa Flamingo in Playa Blanca oder zur Playa del Reducto in Arrecife.

Caleta de Famara – ein Dorf mit Seele

Am südlichen Ende des Strandes liegt Caleta de Famara – eine kleine Siedlung, die in zwei Teile gegliedert ist: den alten Fischerhafen und ein neueres Bungalowviertel direkt unter den Klippen. Das Dorf lebt vom Surfen – Surfbrettläden, Surfschulen, vegetarische Cafés und Hostels prägen das Straßenbild. Trotz wachsender Beliebtheit hat es sich seinen authentischen, leicht bohemischen Charakter bewahrt, fernab des Massentourismus.

In Caleta de Famara sollten Sie in einem der lokalen Restaurants einkehren – frischer Fisch und Meeresfrüchte mit Blick auf Ozean und Klippen sind ein Erlebnis für sich. Empfehlenswerte Lokale: Sol Famara, El Risco und Restaurante Famara.

Praktische Informationen

  • Anfahrt: Mit dem Auto von Arrecife über die LZ-401, ca. 25 Minuten. Parkplatz am Ende der Straße, bei der Ortseinfahrt.
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Buslinie 20 von Arrecife nach Caleta de Famara (ca. 30 Min., wenige Fahrten pro Tag).
  • Wind: Weht fast immer. Nehmen Sie eine winddichte Jacke und Sonnenbrille mit – der Sand kann unangenehm werden.
  • Gezeiten: Bei Ebbe ist der Strand riesig und flach – ideal für Spaziergänge und Longboard-Fahrten auf nassem Sand. Bei Flut schrumpft er dramatisch.
  • Infrastruktur: Restaurants und Geschäfte im Dorf. Am Strand selbst keine Einrichtungen. Öffentliche Toiletten am Parkplatz.
  • Sonnenuntergänge: Famara zeigt nach Westen – die Sonnenuntergänge sind spektakulär, besonders mit Blick auf La Graciosa.

Strände in der Nähe

  • Playa de San Juan – Kleine Bucht nördlich von Famara, direkt unter den Klippen, nur bei Ebbe erreichbar.
  • Strände von La Graciosa – Mit der Fähre ab Órzola (30 Min. Autofahrt von Famara), unberührte Strände der achten Kanareninsel.
  • Playa de la Garita (Arrieta) – 30 Minuten Fahrt ostwärts, ruhiger Strand mit Naturpool, beliebt bei Einheimischen.
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