Ajuy Fuerteventura

Playa de Ajuy – schwarzer Strand mit Meereshöhlen und dem ältesten Gestein der Kanaren

Ajuy ist ein Strand, an dem man buchstäblich auf dem ältesten Stück Erde der Kanarischen Inseln steht. Die dunklen Felsen, die von den Wellen freigelegt wurden, sind über 70 Millionen Jahre alt – sie entstanden am Meeresboden in der Kreidezeit, als die Dinosaurier noch die Erde bevölkerten. Heute bildet diese geologische Besonderheit eine der außergewöhnlichsten Kulissen Fuerteventuras: ein schwarzer Strand mit mächtigen Meereshöhlen, die der Atlantik in Gestein geformt hat, das älter ist als die Inseln selbst.

Cuevas de Ajuy – Höhlen aus Urzeiten

Die Hauptattraktion von Ajuy ist nicht der Strand selbst, sondern die Cuevas de Ajuy – ein System von Meereshöhlen, die in dunklem Basalt und Turbiditen ausgehöhlt wurden. Der Weg zu den Höhlen führt über einen ausgeschilderten Pfad vom Strand nach Norden, entlang der Klippen (ca. 10 Minuten Gehzeit). Die Strecke ist einfach, verläuft aber an einigen Stellen dicht an der Kante – bei starkem Wind ist Vorsicht geboten.

Die Höhlen selbst sind beeindruckend – der Eingang der größten misst mehrere Meter in der Höhe, und im Inneren hört man das Donnern der Wellen gegen die Felswände. Das Licht, das vom Ozean hereindringt, erzeugt dramatische Effekte. Es handelt sich um ein Naturdenkmal (Monumento Natural de Ajuy), das gesetzlich geschützt ist – das Sammeln von Steinen oder Eingriffe in die Umgebung sind verboten. Infotafeln entlang des Pfades erläutern die Geologie dieses außergewöhnlichen Ortes.

Der Strand

Playa de Ajuy ist eine kleine Bucht (ca. 200 m) mit dunklem, grobkörnigem Sand, durchmischt mit vulkanischen Bruchstücken. Der Strand liegt offen zum Ozean, und die Wellen können kräftig sein – Baden ist möglich, aber gefährlich. Die Strömungen sind mitunter stark, und der Boden fällt schnell ab. Es ist definitiv kein Strand für entspanntes Planschen mit Kindern.

Über dem Strand, im winzigen Dorf Ajuy, gibt es zwei bis drei Fischrestaurants. Fisch frisch aus dem Ozean, auf dem Grill zubereitet nach kanarischer Art – es ist eines der gastronomischen Geheimtipps Fuerteventuras, das hauptsächlich Einheimische kennen. Die Preise sind moderat, die Portionen großzügig.

Anfahrt

Ajuy liegt an der Westküste Fuerteventuras in der Gemeinde Pájara. Die Anfahrt mit dem Auto erfolgt von Betancuria oder Pájara über die FV-621 – die letzten Kilometer sind eine schmale, kurvige Straße hinunter zur Küste. Der Parkplatz im Dorf ist kostenlos und in der Regel ausreichend. Der öffentliche Nahverkehr ist begrenzt – der Bus fährt selten, daher ist ein Auto praktisch unerlssslich.

Praktische Informationen

  • Strandlänge: ca. 200 m
  • Sand: dunkel, grobkörnig, vulkanisch
  • Wellen: stark – offener Ozean
  • Baden: gefährlich – starke Strömungen und Wellen
  • Höhlen: Cuevas de Ajuy – Naturdenkmal (~10 Min. Gehzeit)
  • Geologie: ältestes Gestein der Kanarischen Inseln (70+ Mio. Jahre)
  • Restaurants: lokale Fischrestaurants im Dorf
  • Parkplatz: kostenlos

Strände in der Nähe

Ajuy liegt an der abgelegenen Westküste Fuerteventuras, wo Strände selten sind. Das nächste Badeziel sind die Strände bei Pájara oder La Pared – etwa 20 Fahrminuten südlich. La Pared ist ein Surfspot mit schwarzem Sand und kräftigen Wellen. Östlich, auf der anderen Seite der Insel, liegen die touristischen Strände Costa Calma und Sotavento – eine völlig andere Welt, aber es lohnt sich, beide Seiten Fuerteventuras zu vergleichen.

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