Playa Blanca ist der südlichste Ferienort Lanzarotes, bekannt für ruhige Strände, Fähren nach Fuerteventura und die Nähe zu den legendären Papagayo-Stränden. Vor 30 Jahren war hier noch ein verschlafenes Fischerdorf – heute ist es ein eleganter Badeort, der sich trotz seiner Entwicklung eine intime Atmosphäre bewahrt hat, weit entfernt vom Trubel von Puerto del Carmen oder Costa Teguise.
Drei Strände von Playa Blanca
Die Küstenlinie von Playa Blanca bildet eine große Bucht mit einer Breite von etwa 9 Kilometern, unterteilt in drei kleinere Strände. Jeder hat seinen eigenen Charakter, doch eines haben sie gemeinsam: ruhiges, warmes Wasser, ideal zum Baden mit Kindern.

Playa Flamingo
Am westlichen Ende des Ortes gelegen, ist Playa Flamingo wohl der schönste der drei Strände. Goldener Sand, kristallklares Wasser und ausgezeichnete Infrastruktur – Liegen, Sonnenschirme, Duschen, Bars an der Promenade. Der Strand ist durch Wellenbrecher geschützt, sodass das Wasser außergewöhnlich ruhig ist. Die umliegenden Hotels (Flamingo Beach Resort, TUI Blue) sorgen für touristisches Leben, doch der Strand ist nie übermäßig überfüllt.
Playa Dorada
Östlich des Zentrums liegt Playa Dorada – der „Goldene Strand“ mit Blauer Flagge. Der breite, flache Einstieg ins Wasser macht ihn ideal für Familien mit kleinen Kindern. In der Saison stehen Liegen und Sonnenschirme zur Verfügung, und auf der Promenade gibt es mehrere Restaurants mit Meerblick. Abends lohnt sich ein Besuch für den Sonnenuntergang – der Blick auf Fuerteventura auf der anderen Seite der Meerenge ist spektakulär.
Playa Blanca (Hauptstrand)
Der zentrale Strand, der dem Ort seinen Namen gab, liegt direkt am alten Hafen. Er ist kleiner und städtischer als die beiden anderen, hat aber seinen eigenen Charme – Fischerboote am Ufer, die nahe gelegene Strandpromenade mit Restaurants, die frischen Fisch servieren. Ein guter Ausgangspunkt für einen Spaziergang entlang der gesamten Küste.
Tor zu den Papagayo-Stränden
Der Hauptgrund, warum viele Touristen Playa Blanca als Basis wählen, ist die Nähe zu den Papagayo-Stränden (Playas de Papagayo). Dieser Komplex aus mehreren versteckten Buchten im Naturpark Los Ajaches gilt als die schönsten Strände Lanzarotes. Die Anfahrt von Playa Blanca dauert 15–20 Minuten mit dem Auto (Schotterstraße, 3 € Einfahrtsgebühr). Man kann auch zu Fuß über den Klippenpfad wandern – etwa eine Stunde pro Richtung.
Fähre nach Fuerteventura
Vom Hafen in Playa Blanca verkehren Fähren nach Corralejo auf Fuerteventura. Die Überfahrt dauert lediglich 25–30 Minuten, und die Reedereien (Fred Olsen Express, Naviera Armas, Líneas Romero) bieten über ein Dutzend Fahrten pro Tag an. Die erste Fähre legt um 6:15 Uhr ab, die letzte kehrt um 20:10 Uhr zurück. Ein Hin- und Rückfahrticket kostet etwa 30–40 €. Ein idealer Tagesausflug – morgens mit der Fähre nach Corralejo, Besuch der Dünen von Grandes Playas und abends zurück zum Dinner in Playa Blanca.
Praktische Informationen
- Anfahrt mit dem Bus: Linien 60, 30 und 161 verbinden Playa Blanca mit Arrecife und dem Flughafen. Linie 60 ist die Hauptverbindung in die Inselhauptstadt (ca. 40 Min., ~3,50 EUR).
- Strandpromenade: Die Promenade verbindet Playa Flamingo, das Zentrum und Playa Dorada – insgesamt ca. 3 km angenehmer Spaziergang entlang der Küste.
- Einkaufen und Gastronomie: Einkaufszentrum Rubicón Marina mit Restaurants, Geschäften und einem wöchentlichen Markt (Mittwoch und Samstag).
- Wasser: Eines der ruhigsten Gewässer auf Lanzarote – ideal zum Schnorcheln und Baden mit Kindern.
Strände in der Nähe
- Papagayo-Strände – Komplex wilder Buchten im Naturpark, 15 Min. mit dem Auto.
- Playa de las Coloradas – Kleiner Strand zwischen Playa Blanca und Papagayo, rötlicher Sand.
- Playa Quemada – Ruhiges Fischerdorf mit Kiesstrand, 20 Min. nördlich.
