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Gran Canaria baut Solarpark auf Parkplatz in Valsequillo

Neue Solaranlage für Valsequillo

Der Cabildo (Inselrat) von Gran Canaria, über den Inselenergierat (CIEGC) und in Zusammenarbeit mit dem Rathaus von Valsequillo de Gran Canaria, hat das Projekt „Photovoltaik-Installation auf Überdachungen des Parkplatzes des Juanito Gil Parks in Valsequillo de Gran Canaria“ ausgeschrieben. Diese Maßnahme soll, so die Inselregierung, die Produktion erneuerbarer Energie durch die Nutzung einer bereits bebauten Fläche ermöglichen und gleichzeitig die Nutzungsbedingungen dieses öffentlichen Raums verbessern.

Beitrag zur Energiewende in den Gemeinden

„Mit der Inbetriebnahme dieser Photovoltaikanlage für den Eigenverbrauch wird dazu beigetragen, die mit dem Stromverbrauch verbundenen CO2-Emissionen zu reduzieren, die Abhängigkeit von nicht-erneuerbaren Energiequellen zu verringern und zu einem nachhaltigeren und widerstandsfähigeren Energiemodell voranzuschreiten“, erklärte der Cabildo in einer Mitteilung, die an diesem Wochenende veröffentlicht wurde. Der erzeugte Strom könnte der Energiegemeinschaft von Valsequillo zugutekommen und so ein Modell der gemeinsamen Produktion und des Verbrauchs erneuerbarer Energie mit direkter Auswirkung auf die Gemeinde vorantreiben.

Diese Maßnahme, die sich an die kürzlich in Artenara angekündigte anschließt, ist Teil der Inselstrategie zur Dekarbonisierung des Cabildo von Gran Canaria und unterstreicht das Bestreben, die Energiewende in die „Medianías“ (Mittelgebirgslagen) zu tragen. Diese Regionen sind Schlüsselgebiete für das insulare Gleichgewicht und den sozialen Zusammenhalt.

Energiewende muss im Alltag ankommen

Der zuständige Inselrat für Umwelt, Klima, Energie und Wissen, Raúl García Brink, betont, dass Projekte wie dieses zeigen, dass die Energiewende in alltägliche Infrastrukturen integriert werden kann. Sie erzeugen saubere Energie, ohne neue Flächen zu verbrauchen, und bringen der Bürgerschaft direkten Nutzen. Seiner Ansicht nach darf die Energiewende auf Gran Canaria nicht auf große Infrastrukturen beschränkt bleiben, die auf wenige Punkte des Territoriums konzentriert sind. „Wenn sie gerecht, widerstandsfähig und sozial geteilt sein soll, muss sie auch und vorrangig in die Medianías und Gipfelregionen, in die Gemeinden des Inselinneren und in die Räume gelangen, in denen die Menschen leben.“

Die vom Cabildo von Gran Canaria auf öffentlichen Einrichtungen, Parkplätzen und Bildungszentren vorangetriebenen Photovoltaik-Installationen entsprächen genau dieser Vision, so der Inselrat weiter. „Es geht nicht nur darum, erneuerbare Leistung zu addieren, sondern die Logik des Energiesystems zu ändern, indem wir auf die Erzeugung sauberer Energie in bereits bebauten Räumen setzen, ohne mehr Land zu verbrauchen und neue Umweltkonflikte zu vermeiden.“

Bürgermeister begrüßt Mehrfachnutzen

Der Bürgermeister von Valsequillo, Juan Carlos Hernández Atta, seinerseits wies darauf hin, dass diese Maßnahme auf dem in der Gemeinde allen bekannten Parkplatz, dem „Parkplatz von Juanito Gil“, ein gutes Beispiel dafür sei, wie bestehende öffentliche Räume genutzt werden können, um die Energiewende voranzutreiben, die eigene Energiegemeinschaft zu unterstützen und ein von den Bürgerinnen und Bürgern stark genutztes Umfeld zu verbessern.

Technische Daten und Finanzierung

Das Projekt sieht die Installation von 94 Photovoltaikmodulen mit je 640 Wp vor, mit einer Gesamtspitzenleistung von 60,16 kWp und einer Nennleistung von 50 kW. Zusätzlich kommt ein Speichersystem mit 107 kWh Kapazität zum Einsatz, das eine optimale Nutzung des erzeugten Stroms ermöglicht. Die Infrastruktur wird eine geschätzte Jahresproduktion von 115.420 kWh erreichen, was dem Stromverbrauch von 33 Haushalten entspricht. Durch ihren Betrieb werden jährlich 66,02 Tonnen CO2-Emissionen vermieden, was der Pflanzung von 4.126 Bäumen gleichkommt.

Das Gesamtbudget der Maßnahme beläuft sich auf 229.048,96 Euro (einschließlich IGIC, der kanarischen Mehrwertsteuer). Das Projekt erhält eine bewilligte Förderung in Höhe von 159.484,63 Euro. Diese stammt aus den Zuschüssen zur Förderung der Selbstversorgung der öffentlichen Verwaltungen im Rahmen der Strategie für nachhaltige Energie auf den Kanarischen Inseln (Programm 1, Linien 1 und 2). Die Mittel werden aus dem Plan für Wiederaufbau, Transformation und Resilienz (Komponente 7, Investition 2) bereitgestellt und von der EU über die NextGenerationEU-Initiative finanziert.

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