Evakuierung mitten am Tag
Die 32 Bewohner einer Pension in der Calle Doctor Miguel Rosas in Las Palmas de Gran Canaria wurden am Mittwoch aus dem Gebäude evakuiert. Grund ist eine mögliche Einsturzgefahr, die durch die Demolierung eines angrenzenden Gebäudes entstanden sein könnte, wie Quellen der Lokalpolizei gegenüber der Nachrichtenagentur EFE bestätigten.
Nächtliche Unterbringung ungewiss
Die Quellen gaben an, dass die Bewohner, zumindest für diese Nacht, nicht in der Pension übernachten können. Erst müssen die städtischen Techniker der Bauaufsicht (Urbanismo) den Zustand des Gebäudes bewerten. Die Lokalpolizei hatte am Mittwoch um 14:45 Uhr einen Anruf von einem der Mieter erhalten, der Risse in der Fassade entdeckt hatte.
Großeinsatz von Rettungskräften
Daraufhin rückten Beamte der Polizei sowie später Feuerwehrleute an. Auch ein Architekt des Stadtrats (Ayuntamiento) und Techniker der Bauaufsicht begutachteten vor Ort die Schäden und möglichen Risiken. Neben der Evakuierung der Pension wurde das betroffene Gebiet abgesperrt, der öffentliche Durchgangsverkehr auf der Straße ist jedoch weiterhin möglich.
Hilfe für gefährdete Mieter
Laut Pressestelle des Stadtrats ordnete ein Technik der Abteilung für Landschaftsschutz (Protección del Paisaje) die Räumung an. Ein Teil der Pension-Bewohner lebte demnach in einer prekären Situation und zahlte Miete unter schwierigen sozialen Umständen. Der andere Teil steht unter der Obhut der „Fundación Tutelar Canaria para la Acción Social“ (Funcas), einer Stiftung, die von der Regionalregierung der Kanarischen Inseln abhängt und soziale Unterstützung bietet.
Stadt bietet Unterstützung an
Die städtischen Quellen fügten hinzu, dass der Stadtrat Hilfe bei der Unterbringung anbieten wird, falls sich einige der betroffenen Personen in einer Notlage befinden sollten. Voraussetzung ist, dass sie die dafür erforderlichen Voraussetzungen erfüllen.

