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Erneute Ölverschmutzung an der Küste von Telde entdeckt

Üble Gerüche und ölige Rückstände alarmieren Anwohner

Die Gemeindeverwaltung von Telde auf Gran Canaria hat sofort ihre eigenen Ressourcen aktiviert, nachdem sie am Mittwochmorgen Warnungen von Bürgern erhalten hatte. Diese meldeten üble Gerüche und eine fettig aussehende Substanz an verschiedenen Punkten der Gemeindeküste, besonders im Gebiet von Salinetas. Bereits vor einer Woche hatte das Rathaus Alarm geschlagen, nachdem neue organische Rückstände und tote Fische entdeckt worden waren – sowohl auf der Meeresoberfläche als auch innerhalb der Käfige einer Fischfarm vor der Küste der Gemeinde.

Drohneneinsatz bestätigt verdächtige Ölteppiche

In einer aktuellen Mitteilung teilt die Lokalverwaltung mit, dass Bürgermeister Juan Antonio Peña angesichts der Meldungen aus der Nachbarschaft sofort den Einsatz von Gemeindetechnikern und der Drohneneinheit der Lokalpolizei vor Ort angeordnet hat. Diese begaben sich am Mittag gemeinsam mit dem Stadtrat für Wasser und Abwasser, Juan Francisco Jiménez, in das betroffene Gebiet. Bei der Inspektion wurden laut Rathaus Rückstände im Sand festgestellt, die ähnliche Eigenschaften wie bei früheren Vorfällen aufweisen. „Ebenso wurden durch die Luftbeobachtung der Drohneneinheit zwei beträchtlich lange Ölteppiche vor der Küste von Salinetas identifiziert, deren Erscheinungsbild und sichtbare Zusammensetzung eine deutliche Ähnlichkeit mit den zuvor registrierten Verschmutzungsereignissen an der Gemeindeküste aufweisen“, heißt es in der Erklärung.

Stadt fordert sofortiges Handeln der Inselregierung

Derzeit operiert die Drohneneinheit der Lokalpolizei unter der Koordination von Beamtenchef Jos Juan Florido weiter in dem Gebiet, um grafische und technische Informationen zu sammeln und das Ausmaß des Vorfalls zu dokumentieren. Bürgermeister Peña hat unterdessen dringend die Regierung der Kanarischen Inseln und insbesondere den Bereich Öffentliche Gesundheit aufgefordert, umgehend persönlich in der betroffenen Zone zu erscheinen und die entsprechenden Gesundheitsinspektionen durchzuführen. Peña erinnert daran, dass – wie schon in der Vergangenheit – die Gesundheitsinspektoren Protokoll führen müssen und basierend auf ihren Analysen die vorbeugende Öffnung oder Schließung der betroffenen Strände empfehlen.

Gleichzeitig hat die Gemeindeverwaltung auch das sofortige Eingreifen der anderen zuständigen Fachbereiche der Autonomen Region gefordert, insbesondere der Generaldirektion für Fischerei. Diese ist als verantwortliche Behörde für die Verwaltungskonzessionen der Aquakultur-Käfige zuständig, die in Gewässern der autonomen Region installiert sind. Das Rathaus unterstreicht die Notwendigkeit eines umsichtigen und koordinierten Vorgehens.

Warten auf amtliche Berichte für weitere Maßnahmen

„Die Gemeindeverwaltung betont, dass sie mit größter Sorgfalt handelt, sofort die ihr zur Verfügung stehenden Mittel aktiviert, die Fakten dokumentiert und die Informationen an die zuständigen Verwaltungen weiterleitet“, heißt es abschließend. Man warte nun dringend auf die Berichte der Gesundheitsbehörden, um auf technischer und gesundheitlicher Grundlage über vorbeugende Maßnahmen entscheiden zu können – einschließlich der möglichen Schließung der betroffenen Gebiete, falls dies für notwendig erachtet wird. Bürgermeister Peña habe seine Forderung nach einer sofortigen Antwort der kanarischen Regierung bekräftigt, um den Schutz der öffentlichen Gesundheit, die Sicherheit der Küstennutzer und die Erhaltung der Meeresumwelt zu garantieren. Damit bekräftige die Gemeinde Telde ihr Engagement für Transparenz, Prävention und die Verteidigung des Allgemeinwohls.

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