Neue Ära für E-Scooter: Registrierungspflicht seit Januar
Elektrokleinstfahrzeuge (VMP) – dazu zählen einspurige oder mehrspurige Fahrzeuge für eine Person, die elektrisch angetrieben werden und eine Geschwindigkeit zwischen 6 und 25 km/h erreichen – unterliegen seit dem vergangenen Januar einer neuen Pflicht. Sie müssen nun im nationalen Fahrzeugregister der Dirección General de Tráfico (DGT) eingetragen werden. Diese Maßnahme ist Teil einer umfassenden Regulierung, die für mehr Sicherheit im immer dichter werdenden Stadtverkehr der Kanarischen Inseln sorgen soll.
Wo das Fahren verboten ist und welche Ausstattung Pflicht wird
Die Nutzung von E-Scootern und ähnlichen Fahrzeugen ist auf Gehwegen, in Fußgängerzonen, in verkehrsberuhigten Bereichen, auf Autobahnen, Schnellstraßen, Landstraßen und in Tunneln strikt untersagt. Wie alle anderen Verkehrsteilnehmer müssen auch Fahrer von VMP die Promillegrenzen einhalten und sind zum Verzicht auf Drogen verpflichtet. Technisch müssen die Fahrzeuge mit einem Bremssystem, einer akustischen Warnvorrichtung (Klingel) sowie mit vorderen und hinteren Beleuchtungs- und Rückstrahl-Einrichtungen ausgestattet sein. Obwohl nicht überall per städtischer Verordnung vorgeschrieben, wird dringend das Tragen eines Helms sowie der Abschluss einer Haftpflichtversicherung empfohlen.
Strenge Nutzungsregeln und hohe Bußgelder
Während der Fahrt ist das Tragen von Kopfhörern oder die Nutzung eines Mobiltelefons bzw. eines anderen elektronischen Geräts nicht erlaubt. Wer gegen diese Vorschriften verstößt, muss mit einem Bußgeld von 200 Euro rechnen. Noch härter bestraft wird das Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss: Hier bewegen sich die Strafen zwischen 500 und 1.000 Euro, zudem kann das Fahrzeug sichergestellt werden. Auch das Fahren bei Nacht ohne Beleuchtung oder reflektierende Kleidung sowie das Unterlassen der Helmpflicht – sofern diese lokal gilt – wird mit 200 Euro geahndet.
Wartung ist entscheidend für die Sicherheit
Die Verkehrsbehörde DGT betont, dass diese Fahrzeuge regelmäßige Wartung benötigen, um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten. Zeigen die Reifen Verschleiß oder Luftverlust, hat der Akku deutlich an Reichweite eingebüßt oder sind Teile des Rollers beschädigt, sollte man die Fahrt sofort beenden und eine Werkstatt aufsuchen. Die Reifen sind die Basis des Fahrzeugs; ihr Zustand und Druck sollten daher häufig überprüft werden. Für die Reinigung rät die DGT zu einem feuchten Tuch, wobei elektrische Bauteile unbedingt ausgespart werden müssen. „Laden Sie den Akku niemals über Nacht, da er sich überhitzen und in Brand setzen könnte. Das Laden sollte erfolgen, bevor der Akku vollständig entladen ist, und niemals, wenn der Roller nass ist oder Feuchtigkeit herrscht“, so der offizielle Rat.
Versicherungspflicht und weitere finanzielle Risiken
Nach der Reform des Gesetzes über die Haftpflicht und die Versicherungspflicht für Kraftfahrzeuge müssen Besitzer von VMP nun mit weiteren finanziellen Konsequenzen rechnen. Für den Fall, dass sie gegen die Vorschriften verstoßen, drohen Geldstrafen zwischen 202 und 610 Euro. Wer ohne die obligatorische Haftpflichtversicherung unterwegs ist, riskiert sogar Bußgelder in Höhe von 250 bis 800 Euro. Mit diesen verschärften Regelungen verfolgt die DGT das klare Ziel, die Verkehrssicherheit zu verbessern und die Unfallzahlen in dieser immer verbreiteteren Form der Fortbewegung – besonders in städtischen Gebieten – zu senken.

