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MMA-Kämpfer nach brutaler Entführung auf Gran Canaria in Haft

Brutale Entführung: MMA-Kämpfer und Komplize in U-Haft

Die Nationalpolizei hat in Las Palmas de Gran Canaria den kanarischen MMA-Kämpfer Jonay S., bekannt unter dem Spitznamen „Caracol“, festgenommen. Er und zwei Komplizen sollen einen Mann entführt und brutal verprügelt haben, um eine angebliche Schuld im Zusammenhang mit Drogenhandel einzutreiben. Zwei der Verdächtigen, „Caracol“ und Antonio M., genannt „Antony“, sind inzwischen wegen des Verdachts auf Freiheitsberaubung und Körperverletzung in Untersuchungshaft. Ein dritter Mann wird wegen seiner Beteiligung an den Geschehnissen ermittelt.

Falle unter dem Vorwand einer Schuldenverhandlung

Die Gewalttat hatte sich bereits Mitte November im Stadtteil Tamaraceite der grancanarischen Hauptstadt ereignet. Die Polizei konnte jedoch erst jetzt, fast einen Monat später, die Ermittlungen erfolgreich abschließen. Das Opfer, ein Bewohner von La Aldea de San Nicolás, war in eine Wohnung in Tamaraceite gelockt worden. Der Vorwand: Man wolle über eine angebliche finanzielle Schuld in Höhe von 100.000 Euro verhandeln, von der die Hälfte bereits beglichen sein sollte. Aus diesem falschen Treffen wurde jedoch laut Ermittlungen eine Falle, um das Opfer gewaltsam zu erpressen.

Schwere Misshandlungen und Messerangriff

Die beiden Hauptverdächtigen, „Caracol“ und „Antony“, schlugen und traten den Mann laut seiner Aussage an die Ermittler heftig gegen Kopf und Oberkörper. Anschließend griffen sie ihn mit einer scharfen Waffe, ähnlich einem Cutter-Messer, an, um die Zahlung der geschuldeten Summe zu erzwingen. Sie sollen ihn sogar damit bedroht haben, ihm Körperteile aufzuschlitzen, wie aus Informationen der Zeitung LA PROVINCIA/Diario de Las Palmas hervorgeht.

Stundenlange Gefangenschaft und Verschleppung

Da das Opfer nicht sofort den gesamten Betrag, sondern nur einen Teil zahlen konnte, nahmen die beiden Täter ihn gewaltsam in dem Fahrzeug mit, mit dem er angekommen war. Sie hielten ihn stundenlang in einem weiteren Gebäude im Gebiet Las Mesas fest, bevor sie ihn schließlich nach La Aldea de San Nicolás brachten. Ziel war es, in seiner Wohnung einen Teil des geschuldeten Geldes zu finden. An dieser Fahrt soll der dritte Verdächtige als Fahrer beteiligt gewesen sein.

Schwerverletztes Opfer alarmiert die Polizei

In La Aldea ließen sie das Opfer schwer verletzt und fast bewusstlos zurück. Der Mann musste aufgrund der Schläge auf den Schädel und in die Nähe eines Auges operiert werden. Wegen der schweren Verletzungen informierte das Krankenhaus umgehend die Nationalpolizei. Nach seiner Entlassung, fast zehn Tage nach dem Angriff, erstattete das Opfer schließlich Anzeige und gab an, dass die Täter auch Familienmitglieder und Bekannte bedroht hätten.

Großfahndung mit Hubschrauber führt zur Festnahme

Daraufhin leiteten die Beamten die Ermittlungen ein und starteten eine Operation zur Identifizierung der drei mutmaßlichen Täter. Die Festnahmen erfolgten jedoch erst am späten Donnerstagnachmittag und -abend vergangener Woche. Bei dem Großeinsatz, der sich vor allem auf die Stadtteile Tamaraceite und Lomo Apolinario konzentrierte, kamen sogar Hubschrauber der Nationalpolizei zum Einsatz. Die Polizisten fanden auch das für die Entführung verwendete Fahrzeug. In seinem Inneren entdeckten sie Blutspuren, die mit der vom Opfer geschilderten Prügelattacke vereinbar sind.

Untersuchungshaft ohne Kaution angeordnet

Am Donnerstag bestätigte die zuständige Richterin nach der Vorführung der Festgenommenen die Untersuchungshaft ohne Kaution für die beiden Hauptbeschuldigten. Sie bleiben damit vorläufig in Haft, während die Ermittlungen gegen den dritten Verdächtigen weiterlaufen.

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