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430 minderjährige Migranten für Transfer aufs Festland freigegeben

430 Anträge für Transfer minderjähriger Migranten unterzeichnet

Die Regierungsdelegation der Kanarischen Inseln hat an diesem Donnerstag bestätigt, dass seit der Ausrufung der außerordentlichen Migrationslage auf dem Archipel 430 Anträge für den Transfer minderjähriger, unbegleiteter Migranten auf das spanische Festland abgeschlossen und unterzeichnet worden sind. Dies geschieht in Anwendung von Artikel 5 sowie der ersten Zusatzbestimmung des Königlichen Dekrets 658/2025.

Weitere Anträge archiviert

Zu diesen von den Unterdelegationen der Regierung in Las Palmas und Santa Cruz de Tenerife bearbeiteten und von der Regierungsdelegation auf den Kanaren entschiedenen Transferanträgen kommen weitere 171 hinzu, die archiviert wurden. Dies geschah entweder, weil die migrierende Person inzwischen volljährig geworden ist oder weil das Staatsanwaltsministerium ein negatives Gutachten abgegeben hat.

Fünf-Tage-Frist für die Durchführung

Gemäß dem Königlichen Dekret, das Maßnahmen in Situationen außerordentlicher Migrationslage zum Schutz des höheren Interesses von unbegleiteten minderjährigen Migranten regelt, muss die Ausreise des Minderjährigen in die Zielgemeinde innerhalb einer maximalen Frist von fünf Kalendertagen nach Benachrichtigung über den Umsiedlungs- und Transferbeschluss durchgeführt werden. Dies erinnert die Regierungsdelegation.

Vorwürfe wegen langsamer Umsetzung

Erst vor einer Woche hatte die Zentralregierung der kanarischen Regionalregierung vorgeworfen, bis zu diesem Zeitpunkt nur 28 Prozent der ihr genehmigten Transfers minderjähriger Migranten durchgeführt zu haben. Nach Angaben von Quellen im Ministerium für Territorialpolitik steht dieser Prozentsatz im Kontrast zu dem in Ceuta, wo bereits 74 Prozent der von der Regierung genehmigten Transfers umgesetzt worden seien.

Laut denselben ministeriellen Quellen waren zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als 400 Anträge von der Regierungsdelegation auf den Inseln bearbeitet und unterzeichnet. Allerdings seien nur 133 Personen umgesiedelt worden. „Das sind 28 Prozent“, präzisierten sie.

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