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Mietverträge 2026: Kanaren droht zweithöchste Mieterhöhung

Mieterschock 2026: Kanaren mit zweithöchstem Anstieg erwartet

Im kommenden Jahr 2026 laufen in Spanien insgesamt 632.369 Mietverträge aus. Dies betrifft mehr als 1,6 Millionen Menschen, die bei einer Vertragsverlängerung im Durchschnitt mit einer jährlichen Mieterhöhung von 1.735 Euro rechnen müssen. Auf den Kanarischen Inseln fällt diese Belastung mit durchschnittlich 2.267 Euro pro Jahr sogar noch deutlich höher aus. Diese Zahlen gehen aus einer Analyse des spanischen Ministeriums für Soziale Rechte, Verbraucherschutz und Agenda 2030 hervor. Berücksichtigt man zusätzlich die Verträge, die 2027 auslaufen, steigt die Zahl der potenziell Betroffenen auf fast 2,7 Millionen Personen. Grundlage der Berechnungen sind Daten der jüngsten Lebensbedingungen-Erhebung (Encuesta de Condiciones de Vida).

Minister drängt auf dringende Lösung

Für einen Haushalt mit einem durchschnittlichen Einkommen in ganz Spanien wird der jährliche Mehrbetrag bei einer Vertragsverlängerung auf 1.735 Euro geschätzt. Dies hatte der zuständige Minister Pablo Bustinduy bereits am 4. Dezember bekannt gegeben. Er drängte die regierende PSOE, eine Verlängerung der im Laufe des Jahres 2026 auslaufenden Mietverträge prioritär und dringend anzugehen.

Regionen im Vergleich: Balearen an der Spitze

Die Auswirkungen dieser Vertragsverlängerungen fallen regional sehr unterschiedlich aus. An der Spitze der erwarteten Mieterhöhungen stehen die Balearen mit 4.615 Euro pro Jahr. Es folgen die Valencianische Gemeinschaft (2.686 Euro), die Kanarischen Inseln (2.267 Euro) und die Region Madrid (2.042 Euro). Weitere Regionen, in denen die prognostizierte jährliche Mehrbelastung über 1.000 Euro liegt, sind Kantabrien (1.969 Euro), Andalusien (1.952 Euro), La Rioja (1.408 Euro), Kastilien-La Mancha (1.131 Euro), Asturien (1.087 Euro) und Murcia (1.013 Euro).

Von diesen Berechnungen ausgenommen sind Katalonien, da dort 80% der Bevölkerung in als „angespannt“ eingestuften Wohngebieten leben, sowie das Baskenland und Navarra. Die Situation in diesen beiden Regionen mit ihrem eigenen Steuer- und Finanzsystem (régimen foral) wird in der zugrunde liegenden Haushaltsbefragung (Panel de Hogares) nicht erfasst.

Wo die meisten Verträge auslaufen

Betrachtet man die absoluten Zahlen, laufen 2026 die meisten Verträge in der Region Madrid aus (145.881 Verträge, 404.090 betroffene Personen). Es folgen Katalonien (112.728 Mietverhältnisse, 300.984 Betroffene), Andalusien (85.491 Verträge, 213.728 Personen) und die Valencianische Gemeinschaft (62.523 Mietverhältnisse, 155.057 Betroffene). Diese Daten stammen aus dem Panel de Hogares, das von der Steuerbehörde in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Statistikinstitut (INE) und dem Institut für Steuerstudien erstellt wird.

Forderung nach automatischer Verlängerung mit Inflationsausgleich

Vor diesem Hintergrund besteht die Koalitionspartei Sumar auf einer automatischen Verlängerung der in den kommenden Monaten auslaufenden Mietverträge. Die einzige erlaubte Anpassung soll die Inflationsrate (IPC) sein. Damit sollen Mieter vor einer weiteren Preisspirale auf dem Wohnungsmarkt geschützt werden. Sumar wartet derzeit auf eine Antwort ihrer Regierungspartner von der PSOE zu diesem Vorschlag.

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