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Mietpreise auf den Kanaren steigen weiter – aber Entspannung in Sicht?

Mietpreise auf den Kanaren steigen weiter – aber Entspannung in Sicht?

Die Mietpreise auf den Kanarischen Inseln sind im November erneut gestiegen. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für eine Mietwohnung kletterte im Jahresvergleich um 8,7 Prozent auf 15,13 Euro pro Quadratmeter und Monat. Gegenüber dem Vormonat Oktober erhöhte sich der Preis um 1,1 Prozent. Dies geht aus den aktuellen Daten des Immobilienindex von Fotocasa hervor. Damit setzen die Kanaren eine Serie fort: Die jährliche Preisentwicklung ist hier seit vier Jahren positiv. Konkret bedeutet das: Eine Wohnung wird heute im Schnitt 97 Euro teurer pro Monat angeboten als noch vor einem Jahr.

Landesweit: Erstmals seit Monaten keine zweistelligen Steigerungen

Im gesamtspanischen Vergleich stieg der durchschnittliche Mietpreis im November um 0,7 Prozent zum Vormonat und um 7,4 Prozent im Vergleich zum November 2024. Er liegt nun bei 14,10 Euro pro Quadratmeter. María Matos, Direktorin für Studien und Sprecherin von Fotocasa, bewertet diese Entwicklung als möglichen Wendepunkt: „Der Mietpreis verzeichnet den moderatesten Anstieg des Jahres und verlässt zum ersten Mal seit sieben Monaten den Bereich der zweistelligen Steigerungsraten. Diese Veränderung deutet auf einen möglichen Wendepunkt hin, der sich, sollte er sich verfestigen, inmitten der Überpreiskrise eine Atempause bieten könnte.“

Markt könnte sein Maximum erreichen

Bereits im Vormonat hatten die dynamischsten autonomen Gemeinschaften damit begonnen, ihr Tempo bei den Preissteigerungen zu drosseln, während Regionen mit geringerer Nachfragedruck weiterhin Wachstumsraten von über 10 Prozent verzeichneten. Für Matos legt diese regionale Differenz nahe, dass der Mietmarkt nach drei aufeinanderfolgenden Rekordjahren seinen Höhepunkt erreicht haben könnte. „Der Sektor könnte in eine notwendige Phase der Stabilisierung eintreten, besonders in einem Kontext, in dem die Preise in vielen Fällen für den durchschnittlichen Mieter unerschwinglich sind“, so die Expertin.

Landesweit sind die Mietpreise seit 45 Monaten im Jahresvergleich gestiegen. Für eine 80 Quadratmeter große Wohnung bedeutet der November-Wert, dass diese im Schnitt 78 Euro teurer pro Monat angeboten wird als vor einem Jahr.

Kanaren auf Platz 5 der teuersten Regionen

Den Daten von Fotocasa zufolge verzeichneten im November alle autonomen Gemeinschaften mit Ausnahme von Madrid jährliche Mietpreissteigerungen. Die stärksten Anstiege gab es in Kastilien-La Mancha (+13,8 %), Katalonien (+13,1 %), Extremadura (+9,9 %), Aragonien (+9,2 %), den Kanaren (+8,7 %), Murcia (+8,2 %), Asturien (+7,5 %) und Andalusien (+7,4 %). Die moderatesten Steigerungen verzeichneten das Baskenland (+4,5 %), Kantabrien (+3,7 %) und Navarra (+1,3 %).

Die Gemeinschaft Madrid war die einzige Region mit einem Rückgang der Mietpreise (-0,3 %). Es handelt sich um den ersten jährlichen Rückgang nach 45 aufeinanderfolgenden Monaten mit Preiserhöhungen.

Die teuersten und günstigsten Regionen im Überblick

Die teuersten Regionen Spaniens für das Mieten einer Wohnung, mit Preisen von über 15 Euro pro Quadratmeter und Monat, sind:
1. Madrid (20,66 €/m²)
2. Katalonien (20,25 €/m²)
3. Balearische Inseln (18,60 €/m²)
4. Baskenland (17,50 €/m²)
5. Kanarische Inseln (15,13 €/m²)

Die günstigsten Regionen sind hingegen:
• Galicien (9,95 €/m²)
• Murcia (9,88 €/m²)
• La Rioja (9,88 €/m²)
• Kastilien und León (9,58 €/m²)
• Kastilien-La Mancha (8,42 €/m²)
• Extremadura (7,36 €/m²)

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