Mietpreise auf den Kanaren erreichen historische Höchststände
Die Mietpreise auf den Kanarischen Inseln klettern weiter und erreichen historische Rekordwerte. Laut dem aktuellen Immobilienindex von Fotocasa sind die Mieten im Archipel seit 2021 um 56% gestiegen. Das bedeutet, dass eine Standardwohnung mit 80 Quadratmetern heute monatlich 432 Euro mehr kostet als noch vor vier Jahren. Allein im letzten Jahr betrug der Anstieg 6%, was für Mieter zusätzliche 63 Euro pro Monat bedeutet.
Eine stetige Preisspirale seit 2021
Im Jahr 2021 lag die Miete für eine 80-Quadratmeter-Wohnung noch bei durchschnittlich 765 Euro monatlich. Seitdem ist die Preisspirale kontinuierlich nach oben gegangen: 896 Euro im Jahr 2022, 1.048 Euro im Jahr 2023, 1.134 Euro im Jahr 2024 und schließlich 1.197 Euro im Oktober 2025. Dieser anhaltende Anstieg bestätigt, dass die Kanarischen Inseln nach wie vor zu den Regionen Spaniens gehören, in denen der Mietmarkt am stärksten unter Druck steht.
Nationaler Trend: 44 Monate steigende Preise
Auf nationaler Ebene ist der Trend ähnlich. Spanien verzeichnet mittlerweile 44 aufeinanderfolgende Monate mit jährlichen Preiserhöhungen, wobei in 18 dieser Monate historische Höchststände erreicht wurden. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis ist seit 2021 um 33% gestiegen und lag im Oktober 2025 bei 14 Euro. Das bedeutet, dass eine typische 80-Quadratmeter-Wohnung heute 134 Euro teurer angeboten wird als noch vor einem Jahr.
„Außerordentlich intensive“ Entwicklung
María Matos, Direktorin für Studien und Sprecherin von Fotocasa, betont, dass diese Steigerungen „außerordentlich intensiv für einen so kurzen Zeitraum“ seien. Sie erklärt: „Wir reihen seit fast vier Jahren Monat für Monat historische Rekorde aneinander. Diese beschleunigte Verteuerung hat den Markt bis an nie dagewesene Grenzen gespannt, auch wenn sich ein möglicher Wendepunkt abzuzeichnen beginnt. Der Mietmarkt bewegt sich jetzt in zwei Geschwindigkeiten.“
30% mehr als vor fünf Jahren
Für einen Mieter, der im Oktober 2025 seinen Vertrag verlängert oder eine neue Wohnung sucht, ist das Ergebnis eindeutig: Er würde 30% mehr zahlen als vor fünf Jahren. Eine durchschnittliche Wohnung, die im Jahr 2020 noch für 860 Euro gemietet wurde, kostet heute etwa 1.120 Euro – also 260 Euro mehr im Monat.
Regionale Unterschiede: Kanaren im Mittelfeld
Der Anstieg der Mietkosten trifft nicht alle Regionen gleichermaßen. Die größten monatlichen Steigerungen verzeichnen Katalonien (+303 Euro/Monat) und die Balearen (+135 Euro/Monat). Die Kanarischen Inseln liegen mit +63 Euro/Monat im Vergleich zum Vorjahr in einem mittleren Bereich, hinter Regionen wie Madrid, Aragonien, dem Baskenland oder Asturien.
Der Markt bleibt auf Rekordniveau
Derweil bleibt der Markt auf Höchstniveau: Drei historische Rekorde im Jahr 2022, vier im Jahr 2023, sieben im Jahr 2024 und weitere vier in den bisherigen Monaten des Jahres 2025. Eine Tendenz, die vorerst keine klaren Anzeichen einer Verlangsamung zeigt.

