Lehmspeicher nach Unwettern kollabiert
In der Nacht zum Samstag, dem 7. März, ist in Las Palmas de Gran Canaria ein historischer Lehmspeicher eingestürzt. Die Struktur im Stadtteil San Lorenzo hielt den starken Regenfällen der vergangenen Tage, die das Tiefdruckgebiet Regina mit sich brachte, nicht mehr stand. Der Vorfall hat bei den Anwohnern große Besorgnis ausgelöst, die seit Langem auf den fortschreitenden Verfall und die mangelnde Wartung dieser Infrastruktur hinweisen.
Vital für die Landwirtschaft und historisches Erbe
Die traditionellen Lehmspeicher, auf Spanisch als „estanques de barro“ bekannt, wurden früher zur Speicherung von Wasser für die landwirtschaftliche Bewässerung genutzt. Für die Region sind sie von großer Bedeutung. Ihr schlechter Zustand stellt jedoch nicht nur eine Gefahr für die Umwelt dar, sondern auch für die Sicherheit der Menschen, die in der Nähe dieser Bauwerke leben. Durch den Einsturz wurde der alte Verbindungsweg von San Lorenzo nach Tamaraceite beschädigt, eine wichtige Zufahrtsstraße in dem Gebiet.
Anwohner kritisieren Untätigkeit der Behörden
Die Bewohner des Viertels haben ihre Bedenken erneut bekräftigt und beklagen das Fehlen von Maßnahmen seitens der lokalen Behörden. Ihrer Ansicht nach wurden die notwendigen Reparaturen nicht durchgeführt, um die Sicherheit dieser historischen Strukturen zu gewährleisten. Der jüngste Vorfall unterstreicht die dringende Notwendigkeit einer Überprüfung und angemessenen Instandhaltung der Lehmspeicher. Sie dienen nicht nur der Landwirtschaft, sondern sind auch Teil des historischen Erbes der Insel Gran Canaria.

