Las Palmas de Gran Canaria im Finale um Europäische Kulturhauptstadt
Die Hauptstadt von Gran Canaria, Las Palmas de Gran Canaria, gehört zu den Finalisten im Rennen um den Titel der Europäischen Kulturhauptstadt. Das gab das spanische Kulturministerium am Freitag in einer Pressekonferenz bekannt. Neben Las Palmas stehen auch die Städte Cáceres, Granada und Oviedo in der Endauswahl.
Emotionale Reaktion auf Gran Canaria
In Las Palmas de Gran Canaria wurde die Nachricht bei einer Veranstaltung verfolgt, die von Bürgermeisterin Carolina Darias geleitet wurde. Die Emotionen unter den Anwesenden waren greifbar. „Es war schwierig, aber es war möglich, und ich möchte allen danken, die dies möglich gemacht haben“, sagte Carolina Darias. Die Bürgermeisterin betonte, dass dieser Erfolg allen Menschen der Stadt gehöre – „allen, die 2010 einen Traum hatten, ihn aber nicht verwirklichen konnten. Das gilt auch für Jerónimo, wo immer er sein mag.“
Eine resiliente Stadt gibt nicht auf
„2010 haben wir es versucht und es nicht geschafft, aber wir sind eine resiliente Stadt, die nicht nachlässt und weiterkämpft“, erklärte Darias und fügte hinzu: „Wir haben intensiv gearbeitet.“ Sie beschrieb die Kandidatur als ein „Projekt der Chancen“, das die demokratischen Werte einer Stadt verkörpere, die in der Mitte dreier Kontinente liege und sich auf einer Insel befinde, die große Unterstützung erfahre. „Wir fühlen uns von der Regierung der Kanarischen Inseln unterstützt und haben daher die volle Rückendeckung aller Institutionen, aller Menschen und der gesamten Bürgerschaft.“
Es handele sich um ein Projekt, das darauf abziele, „den Mittelpunkt der Gespräche zu verändern“. „Wir sind eine Stadt, die mit diesem offenen Hafen zu einer Stadt des Eintritts und der Aufnahme geworden ist, und das hat unsere Art zu sein zu einer Kategorie gemacht, die wir zu einer Realität erhoben haben“, so die Bürgermeisterin weiter.
Auswahl durch internationales Expertengremium
Die Auswahl der Finalisten traf ein Komitee, das aus zehn unabhängigen internationalen Expertinnen und Experten besteht: Acht wurden von den europäischen Institutionen benannt, die an der Europäischen Kulturhauptstadt beteiligt sind, und zwei spanische Experten wurden vom Kulturministerium ernannt. Die ausgewählten Städte haben nun neun Monate Zeit, ihre Bewerbungen zu verfeinern. Das Komitee wird sich im kommenden Dezember erneut treffen, um die endgültige Entscheidung zu treffen.

