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La Laguna plant historische Umgestaltung der Universitätscampus

Historischer Schritt für die Universitätsstadt

Der Stadtrat von La Laguna hat den Weg für eine umfassende Modernisierung der Universitätsstadt freigemacht. Mit einer Änderung des Flächennutzungsplans (Plan General de Ordenación, PGO) will die Stadtverwaltung die Verfügbarkeit von Bauland für den großen Sportkomplex in Las Mantecas und für neue Studentenwohnheime sichern. Gleichzeitig soll so der Wohnungskrise mit gefördertem Wohnbau begegnet werden. Der Lenkungsausschuss der städtischen Baubehörde gab grünes Licht für die Änderung, die sich auf Flächen bezieht, die als allgemeines universitäres Lehr- und soziokulturelles System eingestuft sind.

Neue Nutzungen für drei Campus

Die Vereinbarung ebnet den Weg für eine Neuordnung der Campus Anchieta, Guajara und Geneto. Sie ermöglicht zudem die Entwicklung strategischer Freiflächen und grüner Korridore – eine Antwort auf Forderungen von Anwohnern und Interessengruppen. Die Modifikation erlaubt es, Flächen neu zu ordnen, die die Universität von La Laguna (ULL) für ihr eigenes Wachstum als nicht benötigt erklärt hat. Konkret sieht das vor: Im Bereich Anchieta sollen neue Nutzungsmöglichkeiten für Einrichtungen geschaffen werden, die Studentenwohnheime ermöglichen. In Guajara wird Land für geförderten Wohnungsbau, Sportanlagen und weitere Wohnheime bereitgestellt. In Geneto steht die Optimierung der Flächennutzung und die Verbesserung der ökologischen Durchgängigkeit im Vordergrund.

„Verantwortungsvolle und mutige Entscheidung“

Der Bürgermeister von La Laguna, Luis Yeray Gutiérrez, der die Sitzung leitete, betonte: „Wir gehen einen historischen Schritt, um die Universitätsstadt zu modernisieren. Mit dieser Änderung des Flächennutzungsplans können wir untergenutzte Flächen freimachen, reale Bedürfnisse nach Unterkunft und Einrichtungen befriedigen und eine zusammenhängendere, nachhaltigere und gerechtere Stadt bauen. Diese verantwortungsvolle, mutige und bürgernahe Entscheidung schafft reale Chancen für Tausende von Menschen.“

Lösung für konkrete Alltagsprobleme

Der Stadtrat für Raumordnung, Adolfo Cordobés, erläuterte, dass diese kleinere PGO-Änderung „ein strategisches Werkzeug ist, um sehr konkrete Probleme zu lösen, die das tägliche Leben von Bewohnern und Studenten betreffen“. Dazu zählte er den Mangel an Studentenwohnheimen, den dadurch verursachten Druck auf den Mietwohnungsmarkt, das Fehlen von großmaßstäblichen Sportanlagen, die Notwendigkeit, landwirtschaftliche Flächen zu schützen, und die Dringlichkeit, die Mobilität und Sicherheit im universitären Umfeld zu verbessern. Cordobés verteidigte den Plan: „Hier geht es nicht um eine technische Anpassung, sondern um eine grundlegende Neubetrachtung der Campus als lebendige, vernetzte und nachhaltige Stadtteile. La Laguna bestätigt sich als Universitätsstadt, tut dies aber mit einem Modell des 21. Jahrhunderts.“

Zeitplan und Verfahren

Die Vereinbarung umfasst die Übermittlung des bereits erstellten Planentwurfs und des strategischen Umweltdokuments an die Insel-Umweltbehörde, womit das Umweltprüfverfahren eingeleitet wird. Nach Erhalt des vorgeschriebenen Gutachtens wird die Baubehörde das Dokument für die erste Genehmigung ausarbeiten. Dieses muss dann vom Stadtrat gebilligt werden. Unter Berücksichtigung der üblichen Fristen wird dies für das erste Halbjahr 2027 angestrebt.

Entlastung für den Wohnungsmarkt

Die soziale Bedeutung dieser Änderung ist besonders im Bereich Wohnen und Mieten bemerkenswert. Die ULL hat wiederholt auf den Mangel an Studentenplätzen hingewiesen, während Studenten- und Nachbarschaftsverbände die Konkurrenz zwischen Studierenden und Familien auf dem Wohnungsmarkt anprangerten. Die Änderung der Bauvorschriften wird die Schaffung neuer Wohnheime in Anchieta und Guajara ermöglichen. Dies wird das Angebot speziell für Studierende erhöhen, den Druck auf den Dauerwohnungsmarkt verringern und das Zusammenleben in den Campus-nahen Vierteln stärken.

Endlich: Der große Sportkomplex für Las Mantecas

Im sportlichen Bereich trägt die Stadt seit Jahrzehnten den Bedarf an einer angemessenen Sportstätte mit sich, die den Standards für offizielle Wettbewerbe und regional, national und international bedeutende Sportveranstaltungen entspricht. Gleichzeitig soll sie der wachsenden Nachfrage von Vereinen und Sportlern gerecht werden. Es handelt sich um eine multifunktionale Einrichtung, die auch kulturelle und Freizeitveranstaltungen, sogar für ein Massenpublikum, aufnehmen kann. Dadurch würde der Druck auf das historische Weltkulturerbe-Ensemble der Altstadt verringert. Die Neuordnung von Guajara identifiziert Sportanlagen ausdrücklich als eine der vorrangigen Nutzungen. Dies ermöglicht die Planung dieser Einrichtung an einem strategischen, gut angebundenen Standort mit dem Potenzial, ein neues urbanes Zentrum rund um Sport, Kultur und akademisches Leben zu schaffen – konkret: der Fall der großen Sporthalle in Las Mantecas.

Schutz des ländlichen Raums und grüne Infrastruktur

Die Änderung reagiert auch auf eine wachsende gesellschaftliche Forderung, landwirtschaftliche Flächen zu schützen und die Stadterweiterung zu bremsen. Das Dokument stellt fest, dass die Maßnahme „zur territorialen und sozialen Kohäsion beiträgt, indem sie die Stadt von innen heraus aktiviert und den Druck auf den ländlichen Raum verringert“. Damit folgt sie den Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung der lokalen Stadtagenda. Die Einwohner von La Laguna, die sehr sensibel für den Schutz der Agrarlandschaft und des Territoriums sind, haben wiederholt ein kompaktes und nachhaltiges Wachstumsmodell gefordert, das durch diese Änderung eindeutig gestärkt wird. In Geneto führt die Änderung eine innovative Vision von Landschaft und grüner Infrastruktur ein. Der vorgeschlagene Alternativentwurf wandelt einen Teil des Gebiets in eine Freifläche mit ökologischen, landschaftlichen und hydrologischen Funktionen um. Er schafft so eine Verbindung zwischen Stadt und Land, die die ökologische Durchgängigkeit und die Umweltqualität verbessert. Das rechtliche Gutachten verlangt, dass dieser Entwurf im Einklang mit dem Grundsatz des Nichtrückgangs im Umweltschutz gerechtfertigt wird, um sicherzustellen, dass die Standards für Freiflächen nicht nur gehalten, sondern verstärkt werden.

Sicherere und lebenswertere Campus

Aktive Mobilität und Sicherheit sind ebenfalls zentrale Punkte in diesem Prozess. Das Dokument sieht vor, geplante Verkehrswege zu streichen, die mit der universitären Aktivität oder der Sicherheit von Fußgängern unvereinbar sind, und stattdessen Fußgänger- und Radwege zwischen den Campus und den Stadtvierteln zu verstärken. Dies wird zu sichereren, fußgänger- und fahrradfreundlicheren Universitätsumgebungen führen. Die Stadtplanungsbehörde erklärte, dass die Genehmigung dieser kleineren Änderung des Flächennutzungsplans „den Beginn eines Prozesses markiert, der mit breiter öffentlicher Beteiligung, Transparenz und technischer Strenge fortgesetzt wird“. Bürgermeister Luis Yeray Gutiérrez schloss mit den Worten: „La Laguna schreitet zu einem ausgewogeneren, nachhaltigeren und menschlicheren Stadtmodell voran. Diese Entscheidung wird es uns ermöglichen, dringende Bedürfnisse zu befriedigen, ohne unsere Identität aufzugeben. Sie stärkt unseren Status als Universitätsstadt, schützt unser Territorium und schafft Chancen für gegenwärtige und zukünftige Generationen.“

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