Immobilienpreise auf den Kanaren steigen moderat
Der durchschnittliche Preis für Wohnimmobilien – sowohl Neubauten als auch Bestandswohnungen – auf den Kanarischen Inseln ist im Jahr 2025 um 11 Prozent gestiegen. Dies geht aus den aktuellen Statistiken des Spanischen Nationalen Statistikinstituts (INE) zum Wohnungspreisindex (IPV) für das vierte Quartal 2025 hervor. Mit diesem Wert belegen die Kanaren den vorletzten Platz im Vergleich aller autonomen Gemeinschaften Spaniens. Nur Katalonien verzeichnete mit 10,9 Prozent einen noch geringeren jährlichen Preisanstieg.
Kanarischer Anstieg unter dem nationalen Durchschnitt
Der kanarische Wert liegt damit fast zwei Prozentpunkte unter dem nationalen Durchschnitt von 12,9 Prozent. Die Spitzenposition in dieser Rangliste hält Kastilien und León mit einem kräftigen Plus von 15,3 Prozent. Betrachtet man die Preisentwicklung über einen längeren Zeitraum, zeigt sich: Seit dem Basisjahr 2015 sind die Immobilienpreise auf den Kanaren um 78,5 Prozent gestiegen. Auch dieser Wert liegt unter dem nationalen Durchschnitt von 86,8 Prozent. In Regionen wie den Balearen oder der Gemeinschaft Madrid haben sich die Preise in demselben Zeitraum nahezu verdoppelt.
Quartalsentwicklung und Unterschiede nach Wohnungstyp
Im vierten Quartal 2025 allein stiegen die Immobilienwerte auf den Inseln um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Dieser Anstieg trug maßgeblich zum Jahresergebnis von 11 Prozent bei. Auf nationaler Ebene zeigt sich ein differenziertes Bild nach Wohnungstypen: Der Preis für Neubauwohnungen stieg im Jahresvergleich um 11,2 Prozent (ein Plus von 1,5 Punkten). Bei Bestandsimmobilien betrug der Anstieg 13,1 Prozent, hier gab es jedoch im Vergleich zum Vorquartal einen leichten Rückgang von 0,3 Prozentpunkten. Im Quartalsvergleich (Q4 zu Q3 2025) legten Neubauten um 2,2 Prozent zu, Bestandsimmobilien um 1,8 Prozent.
Alle Regionen verzeichnen Preisanstiege
Im vierten Quartal 2025 verzeichneten alle autonomen Gemeinschaften Spaniens steigende Immobilienpreise. Die höchsten jährlichen Steigerungsraten wurden neben Kastilien und León in Aragonien, der Region Murcia und La Rioja (jeweils 14,4 Prozent) gemessen. Wie eingangs erwähnt, bilden die Kanarischen Inseln (11%) und Katalonien (10,9%) mit den moderatesten Anstiegen das Schlusslicht der jährlichen Rangliste.

