Kanaren mit drittstärkstem Hypothekenwachstum Spaniens
Die Zahl der neu abgeschlossenen Wohnungshypotheken auf den Kanarischen Inseln ist im Dezember im dritten Monat in Folge kräftig gestiegen. Mit einem Plus von 29,1% im Vergleich zum Dezember des Vorjahres verzeichnete der Archipel den dritthöchsten Zuwachs auf nationaler Ebene. Das geht aus dem aktuellen Bericht des spanischen Statistikamtes (Instituto Nacional de Estadística, INE) hervor. Insgesamt wurden im letzten Monat des Jahres 1.239 Hypotheken für Wohnimmobilien registriert. Im gesamten Spanien betrug der Anstieg im gleichen Zeitraum 17,4%.
Kreditvolumen steigt überproportional stark
Noch deutlicher fiel die Entwicklung beim bereitgestellten Kapital aus: Die Banken gewährten für die Finanzierung von Wohneigentum insgesamt 184,82 Millionen Euro. Das entspricht einem enormen Anstieg des verliehenen Kapitals um 51,9% gegenüber dem Vorjahresmonat. Dieser überdurchschnittliche Anstieg der Kreditsummen ist angesichts der Situation auf dem kanarischen Immobilienmarkt nicht überraschend. Die Inseln gehören zu den Regionen mit den höchsten Wohnungspreisen in Spanien, was entsprechend hohe Finanzierungssummen erforderlich macht. Zusätzlich treibt die nach wie vor große Nachfrage nach Immobilien das Volumen der beantragten Kredite in die Höhe. Allerdings ging das für Hypotheken bereitgestellte Kapital im Vergleich zum Vormonat November um 21,6% zurück.
Gesamtbetrachtung: Fast 2.000 Hypotheken im Dezember
Betrachtet man alle Grundstücksarten zusammen, wurden im Dezember in der autonomen Gemeinschaft der Kanarischen Inseln insgesamt 1.976 Hypotheken mit einem Gesamtkapital von 503,42 Millionen Euro abgeschlossen. Davon entfielen 46 auf ländliche Grundstücke und 1.930 auf urbane Grundstücke. Von diesen 1.930 städtischen Hypotheken waren wiederum 1.239 für Wohnimmobilien bestimmt, 11 für Baugrundstücke und 680 für andere Arten städtischer Immobilien.
Substitutionen, Novationen und Kündigungen
Der INE-Bericht gibt auch Aufschluss über Veränderungen bei bestehenden Darlehen. So wurden im analysierten Zeitraum 11 Hypotheken auf eine andere Bank übertragen (Gläubigersubstitution). In 69 Fällen wechselte der Eigentümer der belasteten Immobilie (Schuldnersubstitution). Bei 239 Hypotheken wurden die Konditionen geändert, wobei die Mehrheit dieser Änderungen (159) durch eine Vertragsanpassung (Novation) erfolgte. Gleichzeitig wurden auf den Kanaren 2.770 Grundpfandrechte gelöscht. Davon betrafen 1.810 Wohnimmobilien, 50 ländliche Grundstücke, 881 urbane Grundstücke und 29 Baugrundstücke.
Kanaren in der nationalen Spitzengruppe
Im Vergleich der autonomen Gemeinschaften wuchs die Zahl der neu unterzeichneten Hypotheken im Dezember in fast allen Regionen. An der Spitze lagen La Rioja (+35,29%), Kastilien-La Mancha (+30,61%) und die Kanarischen Inseln (+29,06%). Die einzige Ausnahme bildete Asturien, das einen Rückgang von 4% verzeichnete. Beim verliehenen Kapitalsaldo verzeichneten alle Regionen Zuwächse. Die höchsten Anstiege gab es in Kantabrien (+60,5%), gefolgt von den Kanarischen Inseln (+51,9%) und Navarra (+46%). Die geringsten Steigerungen meldeten die Region Murcia (+7%), Madrid (+20,2%) und Aragonien (+20,3%).

