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Juwelendiebe vor Gericht: Festnahme am Flughafen Teneriffa

Festnahme mit Schmuck am Flughafen

Das Oberlandesgericht (Audiencia Provincial) in Santa Cruz de Tenerife wird in der kommenden Woche den Prozess gegen drei Männer aufnehmen. Sie sind angeklagt, in verschiedenen Wohnhäusern Juwelen gestohlen zu haben. Aufgeflogen sind die Beschuldigten, als sie versuchten, die Insel per Flugzeug zu verlassen – genau in diesem Moment wurden sie festgenommen und die Beute sichergestellt.

Hohe Haftstrafen gefordert

Die Staatsanwaltschaft fordert für jeden der Angeklagten, die sich in Untersuchungshaft befinden, Gefängnisstrafen zwischen sieben und siebeneinhalb Jahren. Es wird jedoch erwartet, dass es zu einem sogenannten „Urteil im Einvernehmen“ (sentencia de conformidad) kommt. Dieses Verfahren, bei dem die Angeklagten die gegen sie erhobenen Vorwürfe im Wesentlichen anerkennen, führt in der Regel zu einer Strafminderung.

194 Schmuckstücke in der Kleidung versteckt

Die drei Männer wurden in der Abflughalle eines Flughafens auf Teneriffa festgenommen, als sie gerade die Insel verlassen wollten. Bei einer Durchsuchung fanden die Beamten 194 Schmuckstücke, die sie in ihrer Kleidung versteckt hatten. Die Beute soll aus insgesamt 14 verschiedenen Wohnhäusern stammen. Die Einbrecher nutzten nach Angaben der Ermittler entweder spezielle Gase oder eine als „Bumping“ bekannte Methode. Dabei wird mit einem speziell präparierten Schlüssel so viel Kraft auf das Schloss ausgeübt, dass es sich öffnet, ohne dass äußerliche Schäden an der Tür sichtbar sind.

Nicht alle gestohlenen Wertgegenstände gefunden

Nicht alle gestohlenen Gegenstände konnten sichergestellt werden. Neben den Juwelen wurden den Opfern auch Medaillen, Münzen, Uhren und Füllfederhalter entwendet. Ein Teil dieser Wertgegenstände wurde bereits von den Versicherungsgesellschaften der Geschädigten ersetzt. Zusätzlich zu den Diebstählen von Wertgegenständen wirft die Staatsanwaltschaft den Männern vor, Bargeld in Höhe von fast 5.500 Euro erbeutet zu haben.

Weitere Verfahren vorläufig eingestellt

In dem Verfahren geht es auch um zehn weitere Geschädigte, die zur Tatzeit Anzeige erstattet hatten. Die Staatsanwaltschaft hat für diese Fälle jedoch einen vorläufigen Einstellungsbeschluss (sobreseimiento provisional) beantragt. Die Gründe dafür wurden in der Mitteilung nicht näher erläutert.

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