Starker Rückgang bei Immobilienverkäufen
Die Zahl der Kauf- und Verkaufsgeschäfte von Wohnimmobilien auf den Kanarischen Inseln ist im Oktober deutlich zurückgegangen. Im Vergleich zum Oktober des Vorjahres sanken die Transaktionen um 11%. Damit verzeichnete der Archipel den zweitstärksten Rückgang aller autonomen Gemeinschaften Spaniens, gemeinsam mit den Balearen. Übertroffen wurde dieser Wert nur von der Region Madrid, wo ein Minus von 11,7% gemeldet wurde. Diese Daten veröffentlichte das spanische Statistikamt Instituto Nacional de Estadística (INE) am Montag, dem 15. Dezember 2025.
Zahlen im Detail
Konkret wurden auf den Kanaren im vergangenen Oktober 2.287 Immobilienverkäufe registriert. Im Oktober 2024 waren es noch 2.516 Transaktionen gewesen. Damals hatte es sogar einen deutlichen Anstieg von 44,9% im Vergleich zum Oktober 2023 gegeben, wie aus der letzten „Statistik der Eigentumsrechtsübertragungen“ des INE hervorgeht.
Kanaren auf den hinteren Plätzen
Die Statistik zeigt zudem, dass die Kanarischen Inseln die zweitniedrigste Anzahl solcher Transaktionen pro 100.000 Einwohner aufwiesen. Mit einem Wert von 121 lagen die Inseln nur knapp vor dem Schlusslicht Navarra, das auf 120 Transaktionen pro 100.000 Einwohner kam.
Gesamttrend in Spanien
Im gesamten Spanien ging die Zahl der Wohnungsverkäufe im Oktober 2025 ebenfalls im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück, allerdings in deutlich geringerem Maße als auf den Kanaren. Das landesweite Minus betrug 2,5%.
Aufschlüsselung der Verkäufe
Von den insgesamt 2.287 Wohnungen, die auf den Inseln im Oktober den Besitzer wechselten, waren 81 sogenannte „viviendas protegidas“ (geförderter Wohnungsbau). Die übrigen 2.206 Immobilien gehörten zum freien Markt. Der Großteil, nämlich 1.628 Wohnungen, waren Gebrauchtimmobilien, während 659 Transaktionen Neubauten betrafen.

