hotelpreise kanaren steigen seit 2008 um 89 prozent

Kanaren-Hotels: Preise steigen seit 2008 um 89%

Hotelpreise auf den Kanaren fast verdoppelt

Die Hotelpreise auf den Kanarischen Inseln sind seit November 2008 um satte 89 Prozent gestiegen. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Steigerung von 5,8 Prozent und ist der höchste relative Anstieg unter allen autonomen Gemeinschaften und Städten Spaniens. Dieser Wert liegt deutlich über der allgemeinen Inflationsrate (IPC) der Inseln für denselben Zeitraum und ist fast doppelt so hoch wie der nationale Durchschnitt von 48,4 Prozent. Selbst die Balearen, ein weiteres wichtiges Touristenziel, verzeichnen im selben Kontrollzeitraum nur einen Anstieg von 55,4 Prozent.

Kanaren führen spanischen Hotelpreisindex an

Die autonome Gemeinschaft der Kanarischen Inseln schneidet im tourismusnahen Geschäftsfeld, der dominierenden Wirtschaftskraft der Inseln, insgesamt sehr gut ab. Wie der am heutigen Dienstag veröffentlichte Hotelpreisindex (IPH) des Nationalen Statistikinstituts (INE) zeigt, ist sie sogar das spanische Gebiet mit der besten Preisentwicklung. Diese positive Entwicklung wird durch den jährlichen Vergleichswert für November 2025 bestätigt: Während der IPH auf den Kanaren im Vergleich zu November 2024 um 5,8 Prozent stieg, lag der Durchschnitt für ganz Spanien bei nur 3,9 Prozent.

ADR und RevPAR auf Rekordniveau

Der Aufwärtstrend bei den Hotelpreisen wird besonders deutlich, wenn man die durchschnittliche Tagesrate pro belegtem Zimmer (ADR) und den durchschnittlichen Erlös pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) betrachtet. Im November 2025 stieg der ADR auf den Kanaren im Jahresvergleich um 3,1 Prozent auf einen absoluten Wert von 150,6 Euro pro Tag und Zimmer (Spanien: 117 Euro). Der RevPAR, der den durchschnittlichen Tageserlös pro angebotenem Zimmer angibt, kletterte um 1,4 Prozent auf 132,5 Euro (Spanien: 77,5 Euro).

San Bartolomé de Tirajana an der Spitze

Der touristische Punkt mit den höchsten Einnahmen aus der Beherbergung war San Bartolomé de Tirajana im Süden Gran Canarias. Hier erreichte der ADR 192,2 Euro und der RevPAR 171,6 Euro pro Tag. Diese exzellenten Ergebnisse, die perfekt in den positiven Verlauf der Tourismusindustrie auf den Inseln seit Mitte 2022 passen, werden durch die hervorragende Hotelauslastung im November, dem zweiten Monat der aktuellen Hochsaison, begünstigt.

Höchste Auslastung Spaniens auf den Kanaren

Die Kanaren erreichten im November mit 74,3 Prozent den höchsten Belegungsgrad (gemessen an Betten) in ganz Spanien. Nach touristischen Zonen betrachtet, erzielte der Süden Gran Canarias die höchste Auslastung an Werktagen und am Wochenende mit 78 Prozent bzw. 77,9 Prozent. Der Punkt mit den absolut besten Werten war jedoch Arona auf Teneriffa mit 80,7 Prozent (Werktage) und 80,2 Prozent (Wochenende).

Übernachtungszahlen: Kanaren Top-Ziel für Ausländer

In den ersten elf Monaten des Jahres 2025 stiegen die Übernachtungen in Spanien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,9 Prozent. Während die Übernachtungen von inländischen Gästen um 0,2 Prozent zurückgingen, stiegen die der ausländischen Gäste landesweit um 1,5 Prozent. Im November waren die Hauptziele der spanischen Residenten Andalusien (17,4%), die Region Madrid (13,8%) und die Valencianische Gemeinschaft (12,4%). Für ausländische Gäste lagen die Kanaren mit großem Abstand vorn: 42,6 Prozent aller Übernachtungen von Nicht-Residenten in Spanien entfielen auf die Inseln, gefolgt von Andalusien (15,2%) und Katalonien (14,4%).

Teneriffa und britische sowie deutsche Gäste dominieren

Betrachtet man die touristischen Zonen, verzeichnete die Insel Teneriffa mit über 2,1 Millionen die höchste Anzahl an Übernachtungen. Auf der Ebene der touristischen Punkte lagen Madrid, Barcelona und San Bartolomé de Tirajana an der Spitze. Die wichtigsten Herkunftsländer der ausländischen Gäste im November 2025 waren das Vereinigte Königreich (23,2% aller Übernachtungen von Nicht-Residenten) und Deutschland (15,8%). Dieses Muster spiegelt sich insbesondere im Hauptziel, den Kanarischen Inseln, wider.

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