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Guardia Civil zerschlägt internationale Versicherungsbetrugs-Bande auf Lanzarote

Großrazzia gegen internationale Betrugsbande

Am 17. Dezember 2025 gelang der Guardia Civil ein entscheidender Schlag gegen organisierte Kriminalität: Die Operation JIPIJAPA führte zur Zerschlagung eines Netzwerks, das sich auf den Betrug internationaler Versicherungsgesellschaften spezialisiert hatte. Das Zentrum der kriminellen Aktivitäten war eine Privatklinik in Costa Teguise auf Lanzarote. Bei der koordinierten Aktion wurden insgesamt neun Personen festgenommen – acht auf Lanzarote und eine weitere im Süden von Gran Canaria. Den Beschuldigten werden fortgesetzter Betrug, Geldwäsche und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.

Klinik als Fassade für kriminelle Machenschaften

Den Ermittlungen zufolge nutzte die Bande die medizinische Einrichtung lediglich als Tarnung für ihre betrügerischen Geschäfte. Der Anfang der Operation liegt bereits im Februar 2024, als eine Anzeige bei der Hauptwache der Guardia Civil in Costa Teguise auf mögliche Unregelmäßigkeiten in der besagten Klinik hinwies. Diese erste Meldung löste umfangreiche Ermittlungen aus, die im Laufe der Zeit immer schwerwiegendere Verdachtsmomente offenbarten.

Durchsuchungen und Beweissicherung

Nach monatelanger Observation und Beweissammlung beantragten die Ermittler schließlich eine richterliche Durchsuchungsanordnung. Diese wurde sowohl in den Räumlichkeiten der Klinik auf Lanzarote als auch in einem damit verbundenen Unternehmen in Madrid vollzogen. Unterstützt wurde die Aktion von der Spezialeinheit EDITE der UOTPJ der Guardia Civil aus Las Palmas de Gran Canaria. Dabei konnten umfangreiche Dokumente und elektronische Geräte beschlagnahmt werden, die den entscheidenden Beweis für das kriminelle Treffen lieferten.

Komplexes Betrugssystem mit internationalem Schaden

Die Analyse der beschlagnahmten Unterlagen offenbarte ein komplexes, hierarchisch organisiertes System. Die Bande hatte sich auf die Fälschung von Dokumenten und die Simulation von Verletzungen und Krankheiten spezialisiert, um für ihre „Patienten“ unrechtmäßige Schadensersatzleistungen von Versicherungen zu erwirken. Das Netzwerk betrog dabei sowohl spanische als auch ausländische Versicherungsgesellschaften. Die klare Rollenverteilung innerhalb der Gruppe hatte ihre Enttarnung über lange Zeit erschwert.

Ermittlungen zu möglichem fahrlässigem Totschlag

Internationale Zusammenarbeit war entscheidend

Die Dimension des Falls erforderte eine enge Kooperation auf nationaler und internationaler Ebene. Während der Ermittlungen nahmen die Behörden Kontakt zu Versicherungsgesellschaften in Europa, Nord- und Südamerika auf. Viele dieser Unternehmen traten als Geschädigte dem Verfahren bei, nachdem sie erfahren hatten, dass ihre Gelder von dem Netzwerk veruntreut worden waren. Diese internationale Zusammenarbeit war maßgeblich für die Identifizierung und Festnahme aller Beteiligten.

Weitere Ermittlungen laufen

Die Akten des Falls wurden an das Bereitschaftsgericht (Juzgado de Guardia) in Arrecife überstellt, wo das gerichtliche Verfahren fortgesetzt wird. Die Guardia Civil analysiert derweil weiterhin die umfangreiche beschlagnahmte Dokumentation, um mögliche weitere Opfer des kriminellen Netzwerks zu identifizieren.

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