guardia civil ermittelt illegalen tierhandel zwischen inseln

Guardia Civil ermittelt illegalen Tierhandel zwischen Inseln

Ermittlungen gegen illegalen Tierhandel zwischen den Inseln

Die Guardia Civil untersucht derzeit Personen, die im Verdacht stehen, mit invasiven Tierarten zu handeln. Konkret geht es darum, herauszufinden, ob sie Exemplare der Kalifornischen Königsnatter von Gran Canaria nach Teneriffa verbracht haben. Diese Schlangenart hat auf der ersten Insel bereits erhebliche ökologische Probleme verursacht.

Alarm durch einen Fund in La Laguna

Der Natur- und Umweltschutzdienst der Guardia Civil (Seprona) erklärt, dass seine Ermittlungen im August (2025) begannen, als ein Anwohner in La Laguna auf Teneriffa eine solche Schlange fand. Die Kalifornische Königsnatter hat auf den Kanaren keine natürlichen Feinde und stellt eine ernste Bedrohung für das Überleben der einheimischen Echsen dar. Tatsächlich analysierten die Beamten bereits seit 2024 eine Fülle von Daten und Personen im Zusammenhang mit der Operation und deckten so die Existenz eines illegalen Tiermarktes zwischen den Inseln des kanarischen Archipels auf.

Verdacht erhärtet sich – Zusammenarbeit mit der Inselregierung

Der Fund der Schlange in La Laguna verstärkte die Verdachtsmomente erheblich. Daher informierte die Guardia Civil die Regierung der Kanarischen Inseln, um die Bemühungen zu bündeln. Grund für das entschlossene Vorgehen sind Hinweise auf eine beträchtliche Anzahl von auf den Kanaren lebenden Personen, vor allem auf Teneriffa und Gran Canaria, die sich dem Halten, dem illegalen Handel und dem Transport verschiedenster Tiere zwischen den Inseln widmen.

Behörden warnen vor schwerwiegenden Konsequenzen

„Der Besitz von Tierarten, die im Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) gelistet oder als invasive gebietsfremde und/oder gefährliche Arten eingestuft sind, kann verboten, gesetzlich reguliert oder eingeschränkt sein“, warnt die Kommandantur der Guardia Civil in Las Palmas. Grund sei das gravierende Risiko für die einheimische Artenvielfalt. Die Behörde rät dringend davon ab, solche Tiere ohne ausdrückliche Genehmigung zu erwerben oder zu besitzen, um mögliche Ordnungswidrigkeiten oder sogar Straftaten zu vermeiden.

Gran Canaria: Ein zwei Jahrzehnte altes Problem

Gran Canaria kämpft seit etwa zwei Jahrzehnten mit einem massiven Problem durch die Kalifornische Königsnatter. Es begann 1998, als jemand einige Exemplare in die Wildnis entließ. Seither haben sich bedeutende Populationen in mehreren Gebieten der Insel wie Telde, Valsequillo oder San Mateo gebildet. Der Inselrat (Cabildo) von Gran Canaria hat erhebliche Ressourcen investiert, um ihre Ausbreitung durch systematische Fangprogramme einzudämmen, unterstützt durch das europäische LIFE-Programm. Nach den letzten veröffentlichten Informationen des Programms „Stop Culebra Real“ wurden auf Gran Canaria bis heute 21.553 Exemplare gefangen.

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