Aufbereitet mit Hilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage spanischsprachiger Informationen. Quelle unter dem Artikel.
Echtzeit-Zugriff auf Bild und Ton aus dem Taxi
Die Inselregierung von Gran Canaria (Cabildo) treibt die Einführung eines Systems voran, das den Notrufknopf in den Taxis der Insel mit den Dienststellen der Ortspolizei verbinden soll. Wie das Cabildo an diesem Donnerstag mitteilte, können die Einsatzkräfte dann Bild- und Tonmaterial in Echtzeit empfangen. Bei einer Notlage sollen die Beamten so unmittelbar Informationen aus dem Fahrzeuginneren erhalten und schneller reagieren können, heißt es in einer Mitteilung der Inselverwaltung.
Koordination mit Taxigenossenschaften und Ortspolizei
Die Ankündigung erfolgt nach einem Koordinationstreffen mit Vertretern der Taxigenossenschaften und der Ortspolizeien. Ziel des Treffens war es, offene Fragen zur Einführung des Systems zu klären und die notwendigen Mittel bereitzustellen, damit die Vernetzung tatsächlich umgesetzt werden kann.
Aufzeichnungen bereits jetzt von Polizei und Gerichten angefordert
Derzeit speichern die in den Taxis installierten Kameras ihre Aufnahmen auf integrierten Speicherkarten. Diese bleiben versiegelt und unterliegen den Datenschutzvorschriften. Wie das Cabildo weiter ausführt, werden diese Aufzeichnungen bereits jetzt von Polizei und Gerichten angefordert, um mögliche Straftaten zu untersuchen und aufzuklären – durchschnittlich etwa zwei Anfragen pro Tag.
Notrufknopf als qualitativer Sprung
Die Anbindung des Notrufknopfes bedeutet nach Einschätzung der Inselverwaltung einen qualitativen Sprung: Sobald ein Alarm ausgelöst wird, können die Dienststellen der Ortspolizei auf Bild und Ton in Echtzeit aus dem Fahrzeug zugreifen. Dadurch lässt sich sofort erkennen, was vor sich geht, und die erforderliche Reaktion kann eingeschätzt werden. Das System sieht zudem die Möglichkeit vor, aus der Dienststelle heraus direkt mit dem Inneren des Taxis zu kommunizieren.
Ausbau der Videoüberwachung in der Taxiflotte
Diese neue Phase führt ein vom Cabildo gestartetes Projekt fort, mit dem die in den Fahrzeugen installierten Videoüberwachungssysteme mit den kommunalen Sicherheits- und Verkehrseinrichtungen vernetzt werden sollen. Die an die Gemeindeverwaltungen übermittelte Dokumentation nennt ausdrücklich die Interoperabilität des Notrufknopfes mit den Ortspolizeien als Ziel, um die Sicherheit von Berufstätigen und Fahrgästen zu stärken.
Bislang wurden nach Angaben der Mitteilung 1.160 Überwachungskameras in Taxis auf Gran Canaria installiert. Möglich wurde dies über Förderlinien des Cabildo, die über die Genossenschaften der Branche abgewickelt werden. Die Inselverwaltung bereitet zudem eine neue Förderrunde mit einem Volumen von knapp 500.000 Euro vor, um die Geräte weiter in der Flotte zu verbreiten. Der geplante Zuschuss beträgt 450 Euro pro kommunaler Lizenz; die Genossenschaften sollen sich um die Teilnahme an der Ausschreibung kümmern und die Hilfen an die Berufstätigen weiterleiten.
Ziel: Technik für alle Gemeinden bereitstellen
Der für Präsidentschaft und nachhaltige Mobilität zuständige Regierungsrat Teodoro Sosa betonte, Ziel des Cabildo sei es, dem Taxisektor und der Ortspolizei die notwendige Technik bereitzustellen, um den Notrufknopf einzuführen und seine Verbindung in Echtzeit bei einer Notlage zu ermöglichen – insbesondere für jene Gemeinden, die nicht über die erforderliche Infrastruktur verfügen.
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