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Garagenpreise explodieren: Kanaren Spitzenreiter mit 20,4% Anstieg

Garagen werden zum Luxusgut auf den Kanaren

Nicht nur Wohnungen sind von den stark steigenden Preisen auf den Kanarischen Inseln betroffen. Auch ein Stellplatz für das Auto wird immer mehr zum kostspieligen Unterfangen. Im vergangenen Jahr verzeichnete der Archipel den höchsten Preisanstieg für Garagenplätze im gesamten spanischen Staatsgebiet. Die extrem hohe Fahrzeugdichte – eine der höchsten aller autonomen Gemeinschaften – führt zu überfüllten Straßen und einer immer akuteren Parkplatznot, besonders in den Hauptstädten. Nach den Grundregeln der Wirtschaft steigen die Preise, wenn die Nachfrage das Angebot bei weitem übersteigt.

Rekordanstieg von über 20 Prozent

Das vergangene Jahr schloss der Archipel mit einem Plus von 20,4 % beim durchschnittlichen Preis für Garagenplätze ab. Laut der Studie „Preise der zum Verkauf stehenden Garagen in Spanien 2025“ des Immobilienportals Fotocasa stieg der Preis von 12.887 Euro im Jahr 2024 auf 15.520 Euro im Jahr 2025. Diese bemerkenswerte Steigerung zeigt nicht nur eine deutliche Belebung der Nachfrage, sondern auch einen intensiven Aufwärtsdruck auf die Preise. Der Kontrast zum Vorjahr könnte größer nicht sein: 2024 war noch ein jährlicher Rückgang von 1,7 % im Vergleich zu Dezember des Vorjahres verzeichnet worden.

Immer mehr Autos auf den Inseln

Gleichzeitig ist die Zahl der Fahrzeuge pro tausend Einwohner auf den Kanaren laut dem Kanarischen Institut für Statistik (Istac) seit 2010 kontinuierlich gewachsen. Im Jahr 2024 kamen auf den Inseln 867,20 Fahrzeuge auf tausend Einwohner. Zehn Jahre zuvor lag diese Rate noch bei 729,86 Fahrzeugen. Diese stetig wachsende Fahrzeugflut bei begrenztem Raum verschärft das Parkproblem und heizt die Nachfrage nach Garagen weiter an.

Kanaren liegen weit über dem nationalen Schnitt

Während die landesweiten Daten auf eine „klare Stabilisierung des Marktes nach dem starken Aufschwung von 2024“ hindeuten, wie María Matos, Direktorin für Studien und Sprecherin von Fotocasa, erklärt, sind die regionalen Unterschiede enorm. Der spanische Durchschnittspreis stieg lediglich um 1,7 % – der „moderateste Anstieg des letzten Fünfjahreszeitraums“. Die Kanaren übertreffen diesen Prozentsatz um satte 18,7 Punkte. Auf dem zweiten Platz folgt La Rioja mit einem Plus von 10,5 %, was noch immer weit vom kanarischen Wert entfernt ist.

Knappes Angebot treibt Preise in Hauptstädten

Die regionale Kluft zeigt sich auch innerhalb Spaniens: Während in Stadtteilen von Madrid oder Barcelona leichte Preiskorrekturen nach unten zu beobachten sind, hält in Städten wie Las Palmas de Gran Canaria die Knappheit des Angebots die Preise über der 20.000-Euro-Marke. In Santa Cruz de Tenerife liegt der Durchschnittspreis bei 19.316 Euro. So verwandle sich die Garage zunehmend in „ein fast luxuriöses Asset“, so Studienleiterin Matos.

Ranking der Autonomen Gemeinschaften

Nur in vier Regionen Spaniens sind die Garagenpreise im Jahresvergleich gesunken: Aragón (-5,5 %), Asturias (-4,1 %), das Baskenland (-2,2 %) und Katalonien (-0,8 %). Die Kanarischen Inseln gehören hingegen zu den sieben autonomen Gemeinschaften, in denen der durchschnittliche Garagenpreis über 15.000 Euro liegt. An der Spitze steht das Baskenland mit 20.635 Euro, gefolgt von den Balearen (19.712 €), Kantabrien (17.522 €), Galicien (16.517 €), Andalusien (15.561 €), den Kanaren (15.520 €) und Kastilien und León (15.413 €). Die günstigsten Garagen findet man in Kastilien-La Mancha (9.876 €) und der Region Murcia (9.792 €).

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