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Junge nach Explosionen im Karnevalstrubel von Las Palmas festgenommen

Festnahme nach gefährlichen Sprengkörper-Würfen im Karneval

Im Rahmen des besonderen Sicherheitsdispositivs für den Karneval in Las Palmas de Gran Canaria hat die Nationalpolizei einen 24-jährigen Mann festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, selbstgebaute explosive Gegenstände aus dem Fenster seiner Wohnung in der Nähe des Parque Santa Catalina geworfen zu haben. Der junge Mann, der bereits polizeilich wegen ähnlicher Vorfälle in Erscheinung getreten ist, wird eines Vergehens des Besitzes und der Lagerung von Sprengstoffen sowie einer leichten Körperverletzung verdächtigt.

Einsatz nach besorgten Anrufen der Bevölkerung

Der Vorfall ereignete sich am 14. Februar gegen 22:30 Uhr. Die operative Leitstelle CIMACC 091 alarmierte Beamte der Präventions- und Reaktionseinheit (UPR), nachdem mehrere Anrufe eingegangen waren. Die Anrufer meldeten, dass eine Person explosive Gegenstände aus einem Fenster auf die öffentliche Straße werfe. Am Einsatzort angekommen, stellten die Polizisten fest, dass die Straße aufgrund der Karnevalsfeiern für den Fahrzeugverkehr gesperrt war und sich viele Fußgänger dort aufhielten. Auf dem Boden fanden sie Überreste von Plastikbehältern und Alufolie mit deutlichen Explosionsspuren.

Ein Passant wird durch Detonation verletzt

Infolge einer der Explosionen wurde ein Passant durch die Detonation und die Projektion einer nicht identifizierten Flüssigkeit getroffen und musste vom Rettungsdienst versorgt werden. Angesichts des großen Menschenauflaufs sperrten die Beamten die Straße vorsorglich vollständig, um größeren Schaden zu verhindern. Mehrere Zeugen gaben an, die Gegenstände seien aus einer Wohnung im sechsten Stock eines Gebäudes geworfen worden. Bei den Objekten handelte es sich laut Polizei um Plastikflaschen, die beim Aufprall auf den Boden explodierten und so die Sicherheit der Fußgänger gefährdeten.

Täter gesteht und nennt Motiv

Die Beamten betraten daraufhin das Gebäude und lokalisierten die verdächtige Wohnung. Sie nahmen den Bewohner fest, der die Taten gestand. Als Motiv gab er an, durch den Lärm der Musik auf der Straße während der Karnevalsfeiern gestört worden zu sein. Die Provinzbrigade der Kriminalpolizei durchsuchte in Abstimmung mit der Spurensicherung und der Spezialeinheit für die Entschärfung von Sprengkörpern (TEDAX-NRBQ) die Wohnung des Festgenommenen. Dabei wurden verschiedene Materialien und Utensilien sichergestellt, die mutmaßlich für die Herstellung der Sprengkörper verwendet wurden. Diese wurden zur technischen Analyse eingeschickt.

Kein Einzelfall – Polizei bleibt in Alarmbereitschaft

Den Ermittlungen zufolge handelte es sich nicht um einen Einzelfall. Bereits in den Tagen zuvor habe es ähnliche Vorfälle gegeben, die bei Anwohnern und Festbesuchern für erhebliche Verunsicherung gesorgt hätten. Die Nationalpolizei hält ihr Sicherheitsdispositiv für den Karneval in der Hauptstadt Gran Canarias weiterhin aufrecht und appelliert an die Bevölkerung, jegliches gefährdendes Verhalten umgehend zu melden.

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