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Erneut Erschütterungen am Teide: 48 Beben in einer Nacht

Schwarmbeben am Pico del Teide: 48 Erschütterungen in wenigen Stunden

Das Spanische Geografische Institut (IGN) hat einen neuen Schwarm von Erdbeben unter dem Nationalpark Las Cañadas del Teide auf Teneriffa registriert. Die seismische Aktivität erstreckte sich vom späten Donnerstagabend bis in die frühen Morgenstunden des Freitags. Die Behörden geben jedoch behördliche Entwarnung: Ein unmittelbarer Vulkanausbruch drohe nicht.

Von vereinzelten Impulsen zu einer Serie von Beben

Die ersten, noch isolierten Impulse wurden zwischen 19:20 Uhr und 00:19 Uhr registriert. In der darauffolgenden Phase, zwischen 01:02 Uhr und 03:30 Uhr, nahm die Intensität der Erschütterungen deutlich zu. In diesem Zeitraum detektierte das automatische Erfassungssystem des IGN eine Abfolge von insgesamt 48 seismischen Ereignissen. Bei diesen handelte es sich sowohl um langperiodische (LP) Beben als auch um hybride Ereignisse, die typisch für die Fluidbewegung in vulkanischen Systemen sind.

Präzise Lokalisierung und Tiefe der Beben

Von den 48 registrierten Ereignissen konnten die Experten 27 mit hoher Genauigkeit lokalisieren. Die Erdbebenherde, die sogenannten Hypozentren, lagen in einer Tiefe zwischen 8 und 15 Kilometern unter der Erdoberfläche. Die höchste gemessene Magnitude betrug 1,9 auf der mbLg-Skala. Laut den vorliegenden Daten konzentrierten sich die Bewegungen auf den westlichen Bereich der Cañadas, eine Zone, in der bereits in der Vergangenheit ähnliche Episoden aufgetreten sind.

Keine Gefahr für einen Vulkanausbruch in den kommenden Wochen

Das IGN stellte in seiner Analyse klar, dass das aktuelle Muster der Erschütterungen nicht dem klassischen Bild der Erdbebenschwärme gleicht, die in den Vormonaten beobachtet wurden. Die Behörde betont daher ausdrücklich, dass diese Aktivität kein erhöhtes Risiko für einen Vulkanausbruch auf kurze oder mittlere Sicht – also innerhalb eines Zeitrahmens von Wochen oder Monaten – darstellt.

Vorläufige Einschätzung und Datenqualität

Wie bei derartigen Phänomenen üblich, weist die zuständige Behörde darauf hin, dass es sich bei den gemeldeten Daten um vorläufige Werte handelt. Die geringe Amplitude der seismischen Signale kann die Genauigkeit der erfassten Ereignisse, ihrer Magnituden und Tiefen beeinflussen. Die Überwachung des Vulkans wird von den Experten des IGN daher rund um die Uhr fortgesetzt.

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