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Erdbeben der Stärke 4,1 zwischen Teneriffa und Gran Canaria

Spürbares Beben in der Meerenge

Das Nationale Geographische Institut (IGN) registrierte am Donnerstagvormittag ein Erdbeben zwischen Teneriffa und Gran Canaria mit einer Magnitude von 4,1 mbLg. Die Erdstöße wurden von der Bevölkerung mit einer Intensität von III auf der europäischen Makroseismischen Skala wahrgenommen. Wie die Sensoren des IGN zeigen, ereignete sich das Beben in einer Tiefe von zehn Kilometern.

Zweites Beben folgt Minuten später

Das Hauptbeben um 12:26 Uhr wurde in verschiedenen Gemeinden beider Inseln mit einer maximalen Intensität von III-IV gespürt, wie IGN-Quellen der Nachrichtenagentur EFE mitteilten. Nur wenige Minuten später folgte in derselben Zone ein weiteres Beben mit einer Stärke von 2 mbLg in lediglich vier Kilometern Tiefe.

Aktive Zone des Vulkans Enmedio

Die Bebenherde liegen in der Zone des submarinen Vulkans Enmedio, der sich auf halber Strecke zwischen Teneriffa und Gran Canaria auf dem Meeresboden befindet. In dieser Region sind seismische Ereignisse dieser Art keine Seltenheit. Tatsächlich wurde hier im Jahr 2019 das stärkste Erdbeben der letzten Jahre auf den Kanaren mit einer Magnitude von 4,2 registriert. In den vergangenen Tagen fanden zwar die meisten Schwarmbeben auf Teneriffa statt, doch die Beben mit der höchsten Magnitude und der geringsten Tiefe traten genau in der Enmedio-Zone auf.

Wo das Beben gespürt wurde

Die Erschütterungen am Donnerstag wurden in fast allen Gemeinden Teneriffas wahrgenommen. Betroffen waren unter anderem Arona, Güímar, Arafo, Candelaria, La Laguna, Santa Cruz de Tenerife, Arico, La Matanza, Los Realejos, El Rosario, La Orotava, Tacoronte, Santa Úrsula, Granadilla, San Miguel, Puerto de la Cruz und Santiago del Teide. Auch auf Gran Canaria war das Beben in weiten Teilen der Insel spürbar, darunter in Gáldar, Moya, Vega de San Mateo, Las Palmas de Gran Canaria, Agaete, La Aldea de San Nicolás, Valsequillo und Teror.

Was die Intensitätsstufen III und IV bedeuten

Die Intensität III-IV auf der zwölfstufigen europäischen Makroseismischen Skala bedeutet, dass das Erdbeben von einigen Personen innerhalb von Gebäuden gespürt wurde. Menschen in Ruheposition nehmen ein Schaukeln oder leichtes Zittern wahr, herunterhängende Objekte schwingen leicht. Bei Intensität IV wird das Beben von vielen Personen in Gebäuden und nur von sehr wenigen im Freien gespürt. Einige Schlafende können erwachen. Das Vibrationsniveau ist jedoch nicht beängstigend, die Erschütterung ist moderat.

Beobachter spüren ein leichtes Wackeln oder Schwanken des Gebäudes, des Zimmers, des Bettes oder des Stuhls. Geschirr, Gläser, Fenster und Türen klappern. Hängende Objekte schwingen. In einigen Fällen zittern leichte Möbel sichtbar und es sind Knackgeräusche in der Holzkonstruktion zu hören. Wichtig: In keiner der beiden Stufen (III oder IV) treten Gebäudeschäden auf.

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