Erdbebenserie am Teide setzt sich fort
Die seismischen Bewegungen im Nationalpark Teide auf Teneriffa scheinen kein Ende zu nehmen. Nachdem zwischen Mittwoch und Donnerstag bereits etwa hundert seismische Pulse registriert wurden, hat sich die Situation in der vergangenen Nacht kaum beruhigt. Wie die Nachrichtenagentur EFE berichtet, wurden in den letzten Stunden westlich von Las Cañadas insgesamt 65 Erdbeben mit einer Magnitude von unter 1,6 mbLg in Tiefen zwischen 8 und 16 Kilometern gezählt.
Das nationale geografische Institut Spaniens, das Instituto Geográfico Nacional (IGN), bestätigte, dass die seismische Aktivität in der Zone zwischen Donnerstag und den frühen Morgenstunden des Freitags in Form von Langzeit-Pulsen (LP) und eingestreuten hybriden Ereignissen weiter anhielt. Die Pulse mit der größten Amplitude und Dauer wurden um 01:48 Uhr und 05:40 Uhr UTC aufgezeichnet.
Weitere Beben zwischen den Inseln
Neben diesen Registrierungen am Teide hat das IGN an diesem Freitag weitere, teils stärkere seismische Bewegungen auf den Kanarischen Inseln verzeichnet. Auf der Webseite des Instituts, auf der Beben mit einer Magnitude von mindestens 1,5 oder solche, die von der Bevölkerung gespürt wurden, veröffentlicht werden, sind drei Erdbeben aus den Morgenstunden des Freitags aufgelistet.
Das erste ereignete sich um 07:05 Uhr im Meer zwischen den Inseln Teneriffa und Gran Canaria. Es hatte eine Stärke von 1,9 und eine Herdtiefe von 8 Kilometern. Nur wenige Minuten später, um 07:59 Uhr, wurde ein weiteres Beben im Südosten von Santiago del Teide (Teneriffa) registriert. Dieses hatte eine Magnitude von 1,8 und lag in 27 Kilometern Tiefe. Das letzte Beben des Vormittags, ebenfalls mit einer Stärke von 1,9, erfolgte um 11:25 Uhr bei Gáldar im Norden von Gran Canaria in 10 Kilometern Tiefe.
Wie man sich bei einem Erdbeben verhalten sollte
Obwohl die Beben auf den Kanarischen Inseln in der Regel nicht besonders stark ausfallen, ist es nie verkehrt, vorbereitet zu sein und zu wissen, wie man sich im Ernstfall verhält. Das IGN gibt eine Reihe von Verhaltenstipps für den Fall eines Erdbebens:
- Gehen Sie in die Hocke, suchen Sie Deckung unter einem stabilen Tisch oder Möbelstück und halten Sie sich daran fest.
- Bewahren Sie nach Möglichkeit Ruhe und versuchen Sie, das Gleichgewicht zu halten.
- Im Inneren eines Gebäudes: Halten Sie sich von schweren Möbeln, Fenstern, Spiegeln und hängenden Lampen fern.
- Im Freien: Entfernen Sie sich von Gebäuden, Mauern, Werbetafeln und Strommasten.
- Wenn Sie mit dem Auto unterwegs sind: Halten Sie an einem sicheren Ort an, schalten Sie die Warnblinkanlage ein und bleiben Sie im Fahrzeug.
- Wenn Sie einen Rollstuhl nutzen: Stellen Sie die Bremsen sicher und schützen Sie Ihren Kopf mit den Armen.
- Wenn Sie sich an einem Ort mit vielen Menschen befinden (z.B. Stadion, Theater): Schützen Sie Ihren Kopf mit den Armen und suchen Sie Schutz unter Sitzreihen oder Tischen.

