Erdbebenserie im Teide-Nationalpark
Seit Samstag, dem 7. Februar 2026, hat das spanische Instituto Geográfico Nacional (IGN) rund 90 Erdbeben im westlichen Sektor des Nationalparks Las Cañadas del Teide auf Teneriffa registriert. Die Erschütterungen ereigneten sich in einer Tiefe von etwa 10 bis 12 Kilometern.
Normale vulkanische Aktivität
Wie das IGN mitteilte, handelt es sich bei den gemessenen Signalen um sogenannte niederfrequente Ereignisse, zwischen die sich auch einige hybride Erdbeben mischten. Diese Art von seismischer Aktivität ist typisch für die Region, wo in den letzten Jahren bereits ähnliche Episoden aufgezeichnet wurden. Sie gehört zum normalen Verhalten des aktiven Vulkansystems Teneriffas. Die Gesamtzahl der in den letzten drei Tagen erfassten Ereignisse liegt bei etwa 90, wobei es aufgrund sich überlagernder Signale in manchen Zeitabschnitten schwierig war, sie exakt zu zählen.
Besondere Signale am Samstag und Montag
Das Institut hob zwei besondere Phasen hervor: eine Serie am Samstag zwischen 18:25 und 19:00 Uhr sowie ein länger andauerndes Signal, das am Montag um 10:23 Uhr registriert wurde. Solche seismischen Muster werden üblicherweise mit der Bewegung von Fluiden – wie heißem Wasser oder Gasen – in der Tiefe in Verbindung gebracht. Dieser Prozess ist in aktiven Vulkanregionen wie der von Teneriffa nichts Ungewöhnliches.
Keine Anzeichen für erhöhte Gefahr
Nach der derzeitigen Datenlage sieht das IGN keine Hinweise auf eine signifikante Veränderung im Zustand des vulkanischen Systems der Insel. Es besteht daher kein Anlass zur Besorgnis. Dennoch wird die permanente Überwachung der seismischen und vulkanischen Aktivität auf Teneriffa fortgesetzt. Die Experten behalten die Entwicklung der Signale, insbesondere im Teide-Gebiet, weiterhin genau im Blick.

