Gefährliche Einbruchsserie auf Gran Canaria aufgeklärt
Die Guardia Civil im grancanarischen Vecindario hat ein gefährliches Einbrecher-Netzwerk zerschlagen, das mehrere Gemeinden der Insel in Atem hielt. Der festgenommene Täter, ein rückfälliger Straftäter, wird mindestens zehn Delikte zur Last gelegt, darunter Einbrüche in Wohnhäuser und Fahrzeugdiebstähle, die er beging, während seine Opfer schliefen.
Das Muster der Nacht-Einbrüche
Die Ermittlungen ergaben ein konstantes Muster: Der Täter handelte in den frühen Morgenstunden und drang in Einfamilienhäuser – wie ebenerdige Häuser oder Chalets – ein, die hauptsächlich in der Gegend von Doctoral lagen, obwohl er auch in anderen Orten der Insel zuschlug. Seine Methode bestand darin, Mauern oder Fassaden von über zwei Metern Höhe zu überklettern, eine Technik, die als „Escalo“ bekannt ist, um über Dachterrassen oder Fenster einzusteigen, die offen standen oder nicht ausreichend gesichert waren.
Minutiöse Durchsuchung im Schlaf der Bewohner
Einmal im Haus, durchsuchte er minutiös die Räume, während die Bewohner schliefen, und suchte nach wertvollen, leicht transportierbaren Gegenständen. Seine Hauptziele waren Bargeld, Schmuck und vor allem die Schlüssel der Fahrzeuge. Obwohl der Dieb extreme Vorsichtsmaßnahmen traf – wie das Tragen von Handschuhen, Kapuzen und sogar Socken über den Händen, um keine Fingerabdrücke zu hinterlassen oder von Kameras erfasst zu werden – gelang es der Guardia Civil, die Fälle durch ein Schlüsselelement zu verknüpfen: die Rückverfolgbarkeit der gestohlenen Gegenstände.
Der entscheidende Fehler des Täters
Die Schlüssel eines in einem Ort gestohlenen Autos tauchten im Inneren eines anderen, in einer anderen Gemeinde gestohlenen Fahrzeugs auf. Diese Art von Übereinstimmungen ermöglichte es, den Kreis um den Verdächtigen zu schließen und ihn mit allen Tatorten in Verbindung zu bringen. Die Arbeit des Untersuchungsbereichs der Guardia Civil war entscheidend, aber auch die Zusammenarbeit mit anderen Polizeibehörden, die den Abgleich von Daten und die Bestätigung ermöglichte, dass der Beschuldigte gestohlenen Schmuck in einem lokalen An- und Verkaufgeschäft verkauft hatte. Das Erstaunliche: Er tat dies unter seinem richtigen Namen.
Fingerabdruck brachte endgültige Gewissheit
Darüber hinaus festigte ein positiver daktyloskopischer Identifikationsnachweis (Fingerabdruck) in einem der in einem Freizeitgebiet sichergestellten Fahrzeuge endgültig die Verbindung zu den Straftaten. Obwohl die Operation erst kürzlich stattfand, wurde die Anklage gegen einen Mann erhoben, der sich bereits in einer Justizvollzugsanstalt befand und eine Strafe für andere Taten verbüßte. Wie die Guardia Civil bestätigte, hat er zahlreiche Vorstrafen wegen Eigentumsdelikten.
Verfahren liegt nun bei Gericht
Nachdem alle Beweise gesammelt waren, wurden die Ermittlungsakten dem Ermittlungsgericht (Juzgado de Instrucción) von San Bartolomé de Tirajana übergeben, das das gerichtliche Verfahren übernehmen wird.

