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Dritter Fahrstreifen für die TF-5: Ausbau zwischen Flughafen und Guamasa kommt

Entlastung für die Nordautobahn: Dritter Fahrstreifen für die TF-5 kommt

Die Regierung der Kanarischen Inseln hat einen entscheidenden Schritt zur Verringerung der Staus auf der Nordautobahn getan. Das Ministerium für Öffentliche Arbeiten, Wohnungswesen und Mobilität gab gestern die Ausschreibung für die Bauarbeiten am dritten Fahrstreifen der TF-5 zwischen dem Flughafen Teneriffa Nord und Guamasa in Richtung Santa Cruz de Tenerife bekannt. Diese dringend benötigte Maßnahme betrifft den am stärksten belasteten Abschnitt aller Straßen der Insel. Die Arbeiten sollen im kommenden Jahr beginnen, sobald die Unternehmen ausgewählt sind, die sich an der Ausschreibung beteiligen. Das veranschlagte Budget liegt bei 66,4 Millionen Euro. Interessierte Baufirmen können ihre Angebote bis zum 9. Februar um 18:00 Uhr über die öffentliche Vergabeplattform einreichen.

„Absolut notwendiger und prioritärer Schritt“

Der für Öffentliche Arbeiten zuständige Regionalminister, Pablo Rodríguez, betonte gestern die Bedeutung des Projekts für die Mobilität Teneriffas. „Es wird die Kapazität der TF-5 erweitern, ein absolut notwendiger und prioritärer Schritt, um einem Abschnitt mit einigen der größten Stauprobleme mehr Flüssigkeit zu verleihen“, so Rodríguez. Fast sieben von zehn Kilometern (66,4%) der beiden Autobahnen der Insel – der TF-1 in den Süden und der TF-5 in den Norden – sind überlastet. Das bedeutet, sie haben Verkehrsintensitäten von über 50.000 Fahrzeugen im Tagesdurchschnitt. Die schlimmsten Staus konzentrieren sich jedoch auf 10 Punkte.

Der schwarze Punkt: San Lázaro in La Laguna

Der problematischste Bereich liegt auf der TF-5 bei San Lázaro (La Laguna) mit durchschnittlich 109.472 Fahrzeugen pro Tag. Kaum jemand entkommt den quälenden Wartezeiten am frühen Morgen in Richtung Süden und am frühen Nachmittag in Richtung Norden auf diesem Abschnitt der TF-5 zwischen Santa Cruz und La Laguna. Genau dieser Stau-Hotspot befindet sich im Abschnitt zwischen dem Flughafen Los Rodeos und Guamasa, wo nun der dritte Fahrstreifen gebaut werden soll. Die TF-5 vereint vier der 10 neuralgischen Punkte des Inselstraßennetzes auf sich: den bereits genannten bei San Lázaro sowie die Brücke von Taco (100.716 Fahrzeuge), Las Chumberas (106.902) und die Ausfahrt aus der Hauptstadt (81.184). In Richtung Norden gibt es zwei weitere Engpässe: Tacoronte (89.420) und El Sauzal (73.771).

Vergleich mit Spaniens meistbefahrener Straße

Das Ausmaß der Überlastung auf der Nordautobahn ist so groß, dass sie nur knapp hinter der verkehrsreichsten Straße des Landes, der M-40 in Madrid, liegt. Diese muss an ihrem Spitzenpunkt täglich 185.344 Autos bewältigen. Der Vergleich beschränkt sich nicht nur auf die durchschnittliche tägliche Verkehrsintensität (DTV) von 109.000 Fahrzeugen auf der Nordautobahn, sondern schließt auch Parameter wie das Leistungsniveau ein, die sie in die Nähe der nationalen Spitzenwerte bei der Verkehrsüberlastung rücken.

Mehr Kapazität und neue Anschlüsse

Die Maßnahme zwischen Guamasa und dem Flughafen Teneriffa Nord-Los Rodeos wird laut Minister Rodríguez die Kapazität der TF-5 in Richtung Santa Cruz de Tenerife „erheblich“ erhöhen. Der Abschnitt wird von zwei auf drei Fahrstreifen erweitert, was eine höhere Verkehrsintensität aufnehmen und die Fahrbedingungen verbessern soll. Das Projekt sieht zudem den Umbau der Anschlussstellen Guamasa und San Lázaro sowie den Bau einer neuen direkten Zufahrt zum Flughafen Teneriffa Nord-Stadt La Laguna vor. Dadurch wird der Verkehr mit Zielen im Norden und Süden voneinander getrennt.

Effizienteres System entlastet Stauabschnitt

Diese neue Konfiguration ersetzt das derzeitige Schema, das auf einer einzigen Anschlussstelle basiert, durch ein effizienteres System mit getrennten Zufahrten. Fahrzeuge aus dem Norden werden die auch als Los Rodeos bekannte Einrichtung über die neue Zufahrt erreichen, anstatt wie bisher bis San Lázaro weiterzufahren, wie die kanarische Regierung in einer Mitteilung erläutert. Diese Neuorganisation wird dazu führen, dass ein Teil des Verkehrs den am stärksten verstopften Abschnitt der TF-5 früher verlässt und so direkt zur Verbesserung des allgemeinen Verkehrsflusses beiträgt.

Komplexe Vorbereitungen und Enteignungen

Das Ministerium für Öffentliche Arbeiten hat in einem sehr komplexen und kostspieligen Prozess administrative Schritte unternommen, um nun bei der entscheidenden Phase anzukommen: der Ausschreibung des Projekts. Unter anderem mussten Enteignungen von 8.000 Quadratmetern aus sieben Grundstücken von Unternehmen, Privatpersonen und öffentlichen Einrichtungen durchgeführt werden, um den Weg für den Bau dieses dritten Fahrstreifens der Nordautobahn frei zu machen. Es handelt sich um einen 3,6 Kilometer langen Abschnitt, der in Zukunft durch weitere Projekte erweitert werden soll. Unter diesen Enteignungen stechen 5.737 Quadratmeter hervor – das sind 72% der 7.974 Quadratmeter städtischen Bodens mit Sondernutzung, die der spanischen Flughafengesellschaft Aena gehören.

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