Endgültiges Aus für Privatclub an Teneriffas Küste
Das Oberste Spanische Gericht (Tribunal Supremo) hat die Revision der Betreibergesellschaft des Privatclubs mit Pool „Charco de La Arena“ abgewiesen. Der Club befindet sich an der Küste von Punta del Hidalgo in der Gemeinde La Laguna auf Teneriffa. Damit ist der Rechtsweg für die Betreiber endgültig erschöpft. Das Gericht begründete seine Entscheidung, die nun rechtskräftig ist, mit einer unzureichenden Begründung des eingereichten Revisionsantrags und sah kein objektives Revisionsinteresse.
Konzession von 1964 ist history
Gegenstand des langjährigen Streits war die Verlängerung einer Konzession aus dem Jahr 1964. Ein untergeordnetes Gericht, die Audiencia Nacional, hatte die Verlängerungsablehnung bereits bestätigt. Mit der nun erfolgten Abweisung der Revision durch das Oberste Gericht ist die Konzession nach Angaben der Gemeindeverwaltung (Ayuntamiento) endgültig erloschen. Das öffentliche Küstengebiet (dominio público marítimo-terrestre) steht damit uneingeschränkt für seine Rückgewinnung zur Verfügung. Die Küstenschutzbehörde (Costas) und die Gemeinde La Laguna können nun ohne juristische Hindernisse mit dem Prozess der Rückgabe und des Abrisses der Anlagen beginnen.
Das sieht das Rückgabeverfahren vor
Wie das Rathaus erläutert, schreibt das spanische Küstengesetz (Ley de Costas) die Rückgewinnung des öffentlichen Eigentums vor, sobald die Nutzungserlaubnis endet. Das entsprechende Verfahren wird nun folgende Schritte umfassen: eine Bestandsaufnahme des aktuellen Zustands, die Aufforderung zur freiwilligen Räumung und Beseitigung der Installationen sowie eine Frist für Einwände. Sollte die Konzessionsinhaberin nicht tätig werden, kann die Küstenschutzbehörde die Maßnahmen ersatzweise selbst durchführen.
Von der Piscina zur illegalen Occupation
Die erloschene Konzession hatte die Nutzung des öffentlichen Küstenlandes für den Bau eines Bar-Restaurants und die Einrichtung eines natürlichen Tümpels als Schwimmbecken (piscina) erlaubt. Mit dem Erlöschen der Genehmigung, so die Gemeindequellen, werden diese Installationen zu illegalen Occupationen und müssen abgerissen werden. Dieser Abriss muss die Entfernung der Fundamente, die Wiederherstellung des natürlichen Küstenprofils, die Beseitigung künstlicher Elemente im Tümpel sowie Maßnahmen zum Schutz der lokalen Fauna und Flora umfassen.
Meilenstein für den Küstenschutz in La Laguna
Die Gemeinde La Laguna wertet die gerichtliche Entscheidung als „Meilenstein von enormer Relevanz“. Man werde eng mit der Küstenschutzbehörde bei der Einleitung des Rückgewinnungsverfahrens, der Abrissanordnung und der Durchführung der notwendigen Arbeiten zusammenarbeiten, um diesen Raum den Bürgerinnen und Bürgern zurückzugeben. Die Entscheidung stärke die kommunale Strategie zum Schutz der Küste und stehe im Einklang mit dem Projekt der integralen Wiederbelebung von Punta del Hidalgo, für das derzeit Finanzierungsmöglichkeiten gesucht werden.
„Die Rückgewinnung des Charco de la Arena ist ein entscheidender Schritt hin zu einer natürlicheren, sichereren, zugänglicheren und mit den Umweltwerten, die unsere Gemeinde definieren, kohärenteren Küste“, betont die Gemeindeverwaltung. Man bekräftige erneut das Engagement für die Verteidigung des öffentlichen Eigentums, den Schutz der Küstenökosysteme und die Verbesserung der Küstenlandschaft. „Die Rechtskraft dieser Entscheidung ermöglicht es uns, entschlossen bei der Wiederherstellung eines Raumes voranzuschreiten, der allen gehört und der nach Jahrzehnten der privaten Nutzung für die Bürger und zur Bewahrung unseres Naturerbes zurückgewonnen werden kann.“

