Brandanschlag auf bewohntes Boot in Telde
Die Nationalpolizei hat am Mittwochmorgen im grancanarischen Ort Telde einen Mann festgenommen, der ein als Wohnung genutztes Boot in Brand gesteckt hat, während sich seine beiden Bewohner darin befanden. Der Täter hat die Tat gestanden und wird wegen zweifachen versuchten Mordes, Brandstiftung und Sachbeschädigung angeklagt. Die beiden Opfer, Männer im Alter von 52 und 63 Jahren, bemerkten das Feuer rechtzeitig, konnten es mit eigenen Mitteln löschen und das Boot verlassen, um sich in Sicherheit zu bringen, wie die Oberste Polizeileitung der Kanaren am Donnerstag in einer Mitteilung bekannt gab. Eines der Opfer wurde jedoch anschließend vom Täter mit einem stumpfen Gegenstand angegriffen und geschlagen.
Flucht aus der brennenden Bootswohnung
Die Tat ereignete sich auf einem städtischen Brachland in Ojos de Garza. Die Bewohner der Bootswohnung hörten zunächst Geräusche an einer der Scheiben und rochen Minuten später starken Rauchgeruch. Als sie feststellten, dass die Zugangstür zum Boot in Flammen stand, gelang es ihnen, das Feuer selbst zu löschen und den Ort schnell zu verlassen. Sobald sie draußen in Sicherheit waren, bemerkten die beiden Männer, dass auch ein in der Nähe geparktes Fahrzeug an einem seiner Reifen zu brennen begann. Sie machten sich sofort daran, auch diesen Brand zu löschen.
Täter greift Opfer bei Löscharbeiten an
Während einer der Männer versuchte, das Feuer am Fahrzeug zu bekämpfen, wurde er von dem später Festgenommenen mit einem stumpfen Gegenstand angegriffen. Die Polizeibeamten, die kurz darauf am Tatort eintrafen, konnten den Täter lokalisieren und festnehmen. Er gestand, das Feuer an der Bootswohnung vorsätzlich gelegt zu haben, in dem Wissen, dass es sich um die Unterkunft der Opfer handelte und dass diese sich darin befanden.
Holzkonstruktion erhöhte Lebensgefahr
Die Polizei stellte fest, dass das Boot aus Holz gebaut war, was das Risiko für das Leben der Betroffenen erheblich erhöhte. Sowohl die beiden Opfer als auch der Festgenommene wurden im nächstgelegenen Gesundheitszentrum medizinisch versorgt und erholen sich von den erlittenen Verletzungen. Die Nationalpolizei setzt ihre Ermittlungen zur vollständigen Aufklärung der Tat fort und hat die Justizbehörden informiert, wie es in der Mitteilung abschließend heißt.

