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Polizei zerschlägt Netzwerk der Arbeitsausbeutung auf Fuerteventura

Razzia in Hotel führt zu Ermittlungen

Die Nationalpolizei hat auf Fuerteventura zwei Personen wegen Vergehen gegen die Rechte von Arbeitnehmern und Urkundenfälschung festgenommen. Hintergrund ist die Identifizierung von 13 ausländischen Arbeitern in irregulärer Aufenthaltssituation. Wie die Oberste Polizeibehörde der Kanarischen Inseln mitteilte, konnte damit eine Untersuchung abgeschlossen werden, die ein mutmaßliches unternehmerisches Geflecht zur Arbeitsausbeutung von Ausländern ohne Papiere und zur Dokumentenfälschung aufdeckte.

Illegale Beschäftigung in Corralejo aufgedeckt

Den Anfang der Ermittlungen bildete ein gemeinsamer Einsatz der Lokalen Brigade für Ausländer- und Grenzangelegenheiten (Brigada Local de Extranjería y Fronteras) von Puerto del Rosario zusammen mit der Arbeits- und Sozialversicherungsinspektion von Las Palmas am 26. November 2025. Der Einsatz fand in einem Hotelbetrieb im Touristenort Corralejo statt. Dort wurden dreizehn ausländische Arbeiter ohne regulären Aufenthaltsstatus identifiziert. Elf von ihnen verrichteten Reinigungsarbeiten, ohne über eine gültige Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis für Spanien zu verfügen.

Hohe Geldstrafe und kriminelles System

Infolge dieser Feststellungen wurde ein Bußgeldbescheid gegen das verantwortliche Unternehmen und seinen alleinigen Geschäftsführer wegen Verstoßes gegen das Ausländer- und Arbeitsrecht erlassen. Es wurden Geldstrafen in Höhe von insgesamt 117.969,31 Euro verhängt. Die nachfolgenden Ermittlungen offenbarten ein betrügerisches Vorgehen: Um die illegale Beschäftigung ausländischer Arbeiter fortlaufend aufrechtzuerhalten, wurden sukzessive neue Handelsgesellschaften gegründet. Ziel dieses Systems war es, die administrative Kontrolle zu erschweren und die Arbeitskosten sowie die Verpflichtungen gegenüber der Sozialversicherung und dem Arbeitsschutz unrechtmäßig zu drücken.

Gefälschte Dokumente zur Vertuschung

Die Untersuchung ergab zudem Hinweise auf Urkundenfälschung. Dabei wurden Identitäten Dritter betrügerisch genutzt und offizielle Dokumente der Generalstaatskasse der Sozialversicherung (Tesorería General de la Seguridad Social) manipuliert. Damit sollte ein legaler Anschein erweckt und die irreguläre Einstellung von Arbeitern verschleiert werden.

Zwei Festnahmen nach umfangreichen Ermittlungen

Schließlich wurden am vergangenen 23. Januar zwei Personen als mutmaßliche Täter eines Vergehens gegen die Rechte der Arbeitnehmer festgenommen. Dem alleinigen Geschäftsführer wird zusätzlich ein Delikt der Urkundenfälschung zur Last gelegt. Die Festgenommenen wurden der zuständigen Justizbehörde vorgeführt.

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