Anaga sagt basta: Bewohner protestieren gegen Verkehrschaos
Die Bewohner von Anaga in Santa Cruz de Tenerife sagen: Es reicht. Acht Nachbarschaftsvereine haben für diesen Samstag, den 14. März 2026, von 11:00 bis 13:00 Uhr eine Demonstration an der Cruz del Carmen einberufen. Die Unzufriedenheit der Einwohner mit der Situation in ihrem ländlichen Gebiet ist groß und hat sich über Jahre angestaut.
Wer ruft zum Protest auf?
Die organisierenden Vereine sind: El Til und Pico del Inglés aus Casas de la Cumbre; Mayores Quinteto de Anaga und Nube Gris aus Roque Negro; Roque de las Bodegas, San José de Taborno und Nuestra Señora de Begoña aus Begoña; sowie La Voz del Valle aus Taganana. Gemeinsam vertreten sie die Interessen der verstreuten Dörfer im Anaga-Gebirge.
Historische Probleme verschärft durch Tourismus
Die Hauptforderungen der Anwohner drehen sich um vier zentrale Themen, die seit vier Jahren ungelöst sind: Mobilität, Verkehrssicherheit, öffentlicher Nahverkehr und grundlegende Dienstleistungen. Die Bewohner sind der Ansicht, dass der starke Besucherzuwachs und eine fehlende Gesamtplanung diese historischen Probleme des Gebiets noch weiter verschärft haben.
Cruz del Carmen: Vom Wochenend- zum Alltagsstau
Die acht Vereine sind sich einig: Die Cruz del Carmen hat sich zu einem neuralgischen Punkt entwickelt. Grund ist das enorme Verkehrsaufkommen in der Gegend. Während es früher nur an Wochenenden und Feiertagen zu Kollapsen kam, ist der Stau heute ein tägliches Phänomen. Die Anwohner fordern die Sanierung von Straßengräben, die Einrichtung von Ausweichbuchten, um das Kreuzen von Fahrzeugen zu erleichtern, sowie die Entfernung oder Veränderung hölzerner Leitplanken. Sie warnen zudem täglich vor Unfallrisiken und dem herrschenden Chaos.
ÖPNV-Ausbau und Parkplätze dringend benötigt
Der öffentliche Nahverkehr ist für die Bewohner von Taganana, Almáciga, Benijo und Roque de las Bodegas nach wie vor unzureichend. Viele sind auf den Bus (auf den Kanaren „Guagua“ genannt) angewiesen, um zur Arbeit, zur Schule oder zum Arzt zu gelangen. Ein weiterer großer Kritikpunkt ist der Verlust von Parkmöglichkeiten durch die Installation von Absperrgittern. Die Anwohner fordern deshalb dringend den Bau neuer Parkplätze.

