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Erneut Aedes-Mücke im Hafen von Santa Cruz entdeckt

Neuer Fund der Gelbfiebermücke im Hafen von Santa Cruz

Das Gesundheitsministerium der Kanarischen Regierung hat am heutigen Montag, den 12. Januar 2026, bekannt gegeben, dass in der vergangenen Woche ein neues ausgewachsenes Exemplar der Gelbfiebermücke (Aedes aegypti) im Hafen von Santa Cruz de Tenerife entdeckt wurde. Der Fund erfolgte in einer der Fallen, die in der Kreuzfahrtterminal-Anlage installiert sind. Dieser Nachweis kommt hinzu zur Entdeckung eines weiteren Exemplars derselben Mückenart am 10. Dezember letzten Jahres in derselben Hafenanlage, wie das Ministerium mitteilte.

Analyse bestätigt Identität des Insekts

Die im Labor für Medizinische Entomologie des Universitätsinstituts für Tropenkrankheiten und öffentliche Gesundheit der Kanaren durchgeführte Analyse der gesammelten Proben identifizierte eines der gefangenen Exemplare eindeutig als Aedes aegypti. Experten gehen davon aus, dass dieser Nachweis auf einen erneuten, punktuellen Eintrag durch die Ankunft von Schiffen aus Risikogebieten zurückzuführen ist, in denen dieser Krankheitsüberträger bereits heimisch ist. Dennoch sei es weiterhin notwendig, die entomologische Überwachungsarbeit fortzusetzen, um die Ankunft des Vektors an den Einreisepunkten der Kanaren abzufangen und seine Ausbreitung zu verhindern.

Überwachung wird intensiviert

Aus diesem Grund wird bei den nächsten geplanten Probennahmen ein besonderer Schwerpunkt auf die Überprüfung möglicher Brutstätten im potenziellen Verbreitungsradius des Überträgers gelegt, betont das Gesundheitsministerium. Seit der Entdeckung haben sich die Generaldirektion für öffentliche Gesundheit des Kanarischen Gesundheitsdienstes (SCS), die Grenzgesundheitsbehörde (Sanidad Exterior), die Hafenbehörde von Santa Cruz de Tenerife sowie die zuständigen Verwaltungen und Organisationen darauf verständigt, die entomologische Überwachung im Entdeckungsgebiet fortzusetzen und die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um eine Ansiedlung dieser Überträger im Archipel zu verhindern.

Gesundheitspersonal wird informiert

In diesem Zusammenhang wurden auch die Fachkräfte des Gesundheitsnetzwerks über die zu beachtenden Risiken bei der Patientenversorgung sowie über die Meldewege für Daten zum Überträger und zu seinen Stichen informiert. Seit dem Jahr 2013 verfügen die Kanarischen Inseln über ein Entomologisches Überwachungssystem, das von der Generaldirektion für öffentliche Gesundheit in Zusammenarbeit mit dem Universitätsinstitut für Tropenkrankheiten und öffentliche Gesundheit der Kanaren der Universität La Laguna (ULL) koordiniert wird. Ziel ist die frühzeitige Erkennung eines möglichen Auftretens invasiver Mücken.

Vergangene und aktuelle Überwachungsepisoden

Bereits in der Vergangenheit konnten erfolgreich Episoden beendet werden: In den Jahren 2019, 2023 und 2024 wurden die Vorkommen und die Ausrottung der Aedes aegypti-Mücke auf Fuerteventura, La Palma und im Stadtteil El Toscal (Santa Cruz de Tenerife) für überwunden erklärt. Im März 2025 wurde der Vorfall mit Aedes albopictus (Asiatische Tigermücke) in einem Gewächshaus in Tacoronte (Teneriffa) für beendet erklärt, und im Juli desselben Jahres galt die Tigermücke im Stadtteil La Vuelta de los Pájaros in der Inselhauptstadt als ausgerottet.

Weiterhin aktiv sind jedoch die Überwachungsepisoden aufgrund des Nachweises von Exemplaren der Asiatischen Tigermücke (Aedes albopictus) am Flughafen Teneriffa Süd und in der Gemeinde Tuineje auf Fuerteventura. Zudem laufen die Episoden für die Gelbfiebermücke (Aedes aegypti) im Hafen von Santa Cruz de Tenerife sowie am Muelle Santa Catalina und im Stadtteil Piletas in Las Palmas de Gran Canaria weiter. Die Generaldirektion für öffentliche Gesundheit erinnert daran, dass gemäß Protokoll 18 Monate ohne Nachweis der Mücke vergehen müssen, um einen Vorfall für beendet zu erklären.

Appell an die Bevölkerung

Das Gesundheitsministerium bittet um die Mithilfe der Bevölkerung. Bei Verdacht wird vorgeschlagen, Fotos möglicher Aedes-Mücken oder Bilder von starken entzündlichen Reaktionen nach Stichen – sollten diese auftreten – an die E-Mail-Adresse [email protected] zu senden. Dabei sollte der geografische Fundort sowie eine Telefonnummer für Rückfragen angegeben werden. Die Generaldirektion für öffentliche Gesundheit betont die Bedeutung der entomologischen Überwachung als Hauptstrategie, um die Einschleppung invasiver Arten auf den Archipel zu verhindern und deren Ansiedlung zu vermeiden, sobald sie an einem Einreisepunkt entdeckt werden.

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