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Hitzewelle auf Teneriffa und Gran Canaria: Höchste Alarmstufe

Gluthitze und Waldbrandgefahr: Kanaren erhöhen Alarmstufe

Die Hitzewelle auf den Kanarischen Inseln reißt nicht ab. Während Teneriffa auch am Montag in Alarmbereitschaft bleibt, verschärft sich die Lage auf Gran Canaria dramatisch: Die kanarische Regierung hat für die Insel die höchste Alarmstufe ausgerufen. Grund sind die sich weiter verschlechternden Wetterbedingungen und das massiv gestiegene Risiko von Waldbränden.

Höchste Alarmstufe für Gran Canaria, Alarmstufe für Teneriffa

Die Aktualisierung der Warnlage wurde von der Generaldirektion für Notfälle bekannt gegeben und tritt am Montag, dem 3. August, um 11:00 Uhr in Kraft. Grundlage sind die Prognosen der Staatlichen Wetteragentur (Aemet) und anderer Fachbehörden. Bewertet wurde die Lage im Rahmen des spezifischen Notfallplans für Risiken durch ungünstige Wetterphänomene (PEFMA) sowie des Sonderplans für Zivilschutz und Notfallmaßnahmen bei Waldbränden der Kanaren (INFOCA).

Während die höchste Warnstufe derzeit nur für Gran Canaria gilt, bleibt Teneriffa weiterhin in Alarmbereitschaft – sowohl wegen der extremen Temperaturen als auch wegen der akuten Waldbrandgefahr. Gleiches gilt für die Nachbarinseln La Palma, La Gomera und El Hierro.

Temperaturen über 40 Grad: Wo es am heißesten wird

Die Prognosen zeigen: Die Hitzewelle wird Teneriffa auch am Montag fest im Griff behalten. Die höchsten Temperaturen werden erneut in den mittleren Höhenlagen (Medianías) sowie in den südöstlich ausgerichteten Gebieten der Metropolregion Santa Cruz erwartet. Punktuell könnten auch einige Küstenabschnitte extreme Werte erreichen.

Verschärfend kommt eine sogenannte Inversionswetterlage hinzu: Zwischen 500 und 700 Metern Höhe sorgt sie für eine besonders heiße und trockene Atmosphäre in den mittleren und höheren Lagen. Diese Kombination lässt das Risiko von Waldbränden weiter ansteigen.

Auf Gran Canaria spitzt sich die Lage noch mehr zu. In der Senke von Tejeda und in den mittleren Höhenlagen im Südosten und Westen der Insel könnten die Thermometer örtlich sogar die 40-Grad-Marke überschreiten. Die Behörden warnen ausdrücklich: Die Mischung aus extremer Hitze, geringer Luftfeuchtigkeit und Wind erhöht die Gefahr einer schnellen Ausbreitung von Bränden erheblich.

Sturmische Böen verstärken die Gefahr

Zu der Gluthitze kommt ein weiterer Risikofaktor hinzu: Seit Sonntagnachmittag gilt für den gesamten Archipel eine Vorabwarnung vor starkem Wind. Die Meteorologen rechnen mit Böen von bis zu 80 Kilometern pro Stunde, besonders an den südöstlichen und westlichen Hängen – von der Küste bis hinauf in die mittleren Höhenlagen. Auf Teneriffa wird der Wind vor allem im äußersten Westen und entlang der Südostküste besonders kräftig wehen, wo örtlich sehr starke Böen möglich sind.

Die Behörden schlagen Alarm: Hitze, Wind und Trockenheit bilden einen gefährlichen Cocktail, der die Entstehung und vor allem die rasche Ausbreitung von Waldbränden begünstigt. Die Bevölkerung wird dringend aufgefordert, äußerste Vorsicht walten zu lassen.

Appelle und Maßnahmen: Was jetzt zu beachten ist

Die kanarische Regierung appelliert eindringlich an die Bevölkerung, alles zu unterlassen, was einen Brand auslösen könnte. Dazu zählen offenes Feuer im Gelände genauso wie der Einsatz von Werkzeugen, die Funken schlagen können. Zudem müssen die von den Inselregierungen (Cabildos) erlassenen Beschränkungen strikt eingehalten werden.

Auf Teneriffa hat der Cabildo bereits Maßnahmen der Stufe 2 aktiviert. Das bedeutet: Der Zugang zu Erholungsgebieten und Campingplätzen ist untersagt, ebenso die Fahrt mit motorisierten Fahrzeugen auf Forstpisten.

Die Generaldirektion für Notfälle rät der Bevölkerung zudem, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, die pralle Sonne während der Mittagsstunden zu meiden, sich in kühlen Räumen aufzuhalten und besonders auf gefährdete Personen wie ältere Menschen, Kinder und chronisch Kranke zu achten. Außerdem sollten lose Gegenstände gesichert werden, die der Wind erfassen könnte. Bei Fahrten mit dem Auto ist besondere Vorsicht geboten.

Tägliche Erinnerung: Bei Rauchentwicklung sofort 112 wählen

Wer Rauch oder ein Feuer entdeckt, sollte umgehend den Notruf 112 wählen. Eine schnelle Meldung kann entscheidend sein, um die Ausbreitung eines Feuers zu verhindern und die Einsatzkräfte frühzeitig zu alarmieren.

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