uv warnung kanarische inseln juni 2026

UV-Warnung für Kanaren: Extreme Strahlung erwartet

„Pass auf, dass du dich nicht verbrennst“

Mit diesem eindringlichen Appell hat die Gesundheitsbehörde der Kanarischen Regierung (Consejería de Sanidad) eine dringende Warnung herausgegeben. Wie die spanische Wetteragentur AEMET mitteilt, bleibt das Risiko durch ultraviolette Strahlung auf dem gesamten Archipel in den kommenden Tagen auf einem sehr hohen bis extrem hohen Niveau. Die Behörde verbreitete die Warnung über ihre sozialen Netzwerke und betont darin die absolute Notwendigkeit, äußerste Vorsicht bei Sonnenexposition und hohen Temperaturen walten zu lassen.

Fast alle Inseln im roten Bereich

L Angaben der Generaldirektion für öffentliche Gesundheit des Kanarischen Gesundheitsdienstes weisen fast alle Inseln derzeit ein sehr hohes Risiko auf. Die sogenannten UV-Indizes liegen dabei zwischen 8 und 10 Punkten. Eine Ausnahme bilden lediglich zwei Orte: El Pinar auf der Insel El Hierro sowie Vilaflor im Süden Teneriffas. Hier erreicht das Risiko die höchste Warnstufe – „extrem hoch“ – mit Werten von 11 Punkten oder mehr.

Auf Gran Canaria ist die Lage besonders kritisch

Auch auf Gran Canaria ist die Situation in mehreren Gemeinden ernst. Die Gesundheitsbehörde listet für die Insel gleich 14 Municipios auf, die sich im extrem hohen Risikobereich befinden: Dazu zählen unter anderem Artenara, Tejeda, Moya, Teror, Santa Brígida, Valleseco, Vega de San Mateo, Valsequillo, Ingenio, Agüimes, Santa Lucía de Tirajana, San Bartolomé de Tirajana und Mogán. Der UV-Index misst die Intensität der Sonnenstrahlung, die die Erdoberfläche erreicht, und bewertet deren potenzielle Gesundheitsgefahr. Je höher der Wert, desto kürzer ist die Zeit, die nötig ist, um Haut und Augen ohne adäquate Schutzmaßnahmen zu schädigen. Bei sehr hohen und extremen Werten kann bereits ein kurzer Aufenthalt in der Sonne zu Sonnenbrand führen – besonders bei Menschen mit heller Haut, Kindern, älteren Menschen, Personen mit Hauterkrankungen oder all jenen, die im Freien arbeiten oder Sport treiben.

Ganzjährige Gefahr: Kanaren als UV-Hotspot

Das Gesundheitsministerium erinnert daran, dass die Kanarischen Inseln aufgrund ihrer geografischen Breite, der hohen Sonnenscheindauer und der besonderen atmosphärischen Bedingungen zu den Regionen Spaniens mit der höchsten UV-Strahlung im Jahresverlauf zählen. Aus diesem Grund sollte Sonnenschutz nicht nur auf den Sommer oder Strandtage beschränkt bleiben. Die von der Gesundheitsbehörde verbreiteten Daten stufen den Großteil der Kanaren als Gebiet mit sehr hohem UV-Risiko ein. Diese Einstufung erfordert besondere Vorsicht, speziell während der Mittagsstunden. In El Pinar und Vilaflor, wo der Index sogar die extrem hohe Stufe erreicht, müssen die Schutzmaßnahmen mit besonderer Konsequenz befolgt werden. Schon eine relativ kurze ungeschützte Sonnenexposition kann hier zu Hautschäden führen.

Die Warnung gilt für Einheimische und Touristen gleichermaßen

Die Warnung richtet sich sowohl an die einheimische Bevölkerung als auch an Urlaubsgäste. Besonders betroffen sind alle, die sich im Freien aufhalten: Wanderer, Landwirte, Outdoor-Sportler, Ausflügler, Schulklassen sowie Besucher von Stränden und Pools. Angesichts dieser Lage appelliert die Gesundheitsbehörde eindringlich, den Sonnenschutz das ganze Jahr über aufrechtzuerhalten. UV-Strahlung kann auch an bewölkten Tagen oder dann Schäden verursachen, wenn eine kühlende Brise das Hitzegefühl mildert.

So schützen Sie sich richtig

Zu den wichtigsten Empfehlungen gehört die tägliche Anwendung einer Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor (LSF) von 50 oder höher. Das Produkt sollte vor dem Aufenthalt in der Sonne ausreichend dick aufgetragen und alle zwei Stunden erneuert werden – besonders nach dem Schwitzen, Baden oder Abtrocknen mit einem Handtuch. Weitere wichtige Tipps: Suchen Sie während der Mittagszeit Schattenplätze auf, tragen Sie einen Hut mit breiter Krempe, leichte, hautbedeckende Kleidung sowie eine zertifizierte Sonnenbrille mit UV-Filter. Die gefährlichsten Stunden liegen zwischen dem späten Vormittag und den frühen Nachmittagsstunden, wenn die Sonne am höchsten steht und die UV-Strahlung am intensivsten ist. In dieser Zeit rät die Behörde von längerer Sonnenexposition ab, empfiehlt, intensive körperliche Aktivitäten im Freien zu reduzieren und regelmäßige Pausen an geschützten Orten einzuplanen.

Besondere Vorsicht für Risikogruppen

Bei Kindern, älteren Menschen und Personen mit Vorerkrankungen muss die Prävention noch verstärkt werden. Auch die Flüssigkeitszufuhr spielt bei Hitzewellen und hoher Sonnenexposition eine wichtige Rolle. Regelmäßiges Trinken von Wasser hilft, einer Dehydrierung vorzubeugen, ersetzt jedoch nicht den Schutz vor UV-Strahlung. Übermäßige UV-Exposition kann zu Sonnenbrand, vorzeitiger Hautalterung und einem erhöhten, sich über Jahre aufschaukelnden Risiko für Hautkrebs führen. Auch die Augen können ohne geeignete Brillen Schaden nehmen. Mediziner raten, auf Warnsignale wie starke Rötung, Schmerzen, Blasenbildung, Schwindel, Fieber oder allgemeines Unwohlsein nach einem Sonnenbad zu achten. In solchen Fällen sollte man sich sofort aus der Sonne zurückziehen, die Haut kühlen, viel trinken und bei starken Symptomen oder wenn gefährdete Personen betroffen sind, einen Arzt aufsuchen.

Auf den Kanarischen Inseln ist der Schutz vor der Sonne – sowohl im Sommer als auch im Rest des Jahres – ein fundamentaler Bestandteil der öffentlichen Gesundheitsvorsorge.

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