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500 Kilo Kokain: Mega-Fang vor den Kanaren

Spektakulärer Fang im Atlantik

Eine halbe Tonne Kokain weniger auf dem europäischen Markt: Das Spezialschiff „Petrel 1“ des spanischen Zollfahndungsdienstes (Servicio de Vigilancia Aduanera) hat am Mittwoch einen großen Erfolg im Kampf gegen den Drogenschmuggel gemeldet. Rund 740 Kilometer südlich der Kanarischen Inseln stoppten die Beamten eine verdächtige Segelyacht und stellten rund 500 Kilogramm Kokain sicher. Die drei Besatzungsmitglieder wurden festgenommen. Zwei von ihnen sind brasilianische Staatsbürger, der dritte stammt aus Marokko.

Gemeinsame Jagd auf hoher See

Der Einsatz war das Ergebnis einer engen internationalen Zusammenarbeit. Nach Angaben der Zollfahndung, die zur spanischen Steuerbehörde (Agencia Tributaria) gehört, lief die Operation unter Beteiligung des französischen Zolls, der spanischen Nationalpolizei und der Guardia Civil. Auslöser waren Geheimdienstinformationen, die auf ein verdächtiges Segelschiff aufmerksam machten, das sich rund 400 Seemeilen (etwa 740 Kilometer) südlich der Kanaren befand.

Die „Petrel 1“ machte sich sofort auf den Weg und verfolgte das Boot mehrere Tage lang, unterstützt von einem französischen Zollschiff, der „Jean François Deniau“. Auch die britische National Crime Agency (NCA), die US-amerikanische Drogenbekämpfungsbehörde (DEA) und die europäische Grenzschutzagentur Frontex lieferten entscheidende Erkenntnisse. Die Koordination der Informationen übernahm das spanische Zentrum für Terrorismus- und Organisierte Kriminalitätsbekämpfung (Citco).

Riskante Entern-Operation bei schlechtem Wetter

Die Festnahme auf hoher See gestaltete sich alles andere als einfach. Aufgrund der instabilen Wetterbedingungen mit unberechenbarem Wind und hohem Seegang musste die taktische Planung besonders sorgfältig erfolgen, um die Risiken bei der Entern-Operation zu minimieren. Die für die Region typischen sommerlichen Nebelbänke, gepaart mit der schwierigen Navigation, verhinderten den Einsatz von Luftfahrzeugen zum Zeitpunkt der Festnahme. Die Beamten mussten die kleinen Beiboote der „Petrel 1“ bei schwerer See zu Wasser lassen, um die Segelyacht zu entern. Letztlich gelang der Zugriff jedoch ohne Zwischenfälle.

Schmuggelroute über den Atlantik

Der Fang unterstreicht die Bedeutung der Kanarischen Inseln als Drehkreuz im internationalen Drogenschmuggel. Die Inseln liegen auf der Route von Südamerika nach Europa, und immer wieder versuchen Schmuggler, große Mengen Kokain über den Seeweg einzuschleusen. Die „Petrel 1“ und die Besatzung der Zollfahndung sind auf solche Spezialeinsätze spezialisiert. Das Schiff, die drei Festgenommenen und die sichergestellte halbe Tonne Kokain haben bereits den Hafen von Las Palmas auf Gran Canaria erreicht. Den drei Männern drohen nun langjährige Haftstrafen.

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