Die Papagayo-Strände sind das Aushängeschild Lanzarotes und gehören zu den schönsten Stränden der Kanarischen Inseln. Versteckt in vulkanischen Buchten am südlichsten Zipfel der Insel, im Monumento Natural de Los Ajaches, bieten sie goldenen Sand, türkisfarbenes Wasser und das Gefühl, an einem Privatstrand irgendwo in der Karibik gelandet zu sein.
Nicht ein Strand, sondern ein ganzer Archipel aus Buchten
Papagayo ist kein einzelner Strand, sondern ein Komplex aus 6–7 kleinen, durch felsige Landzungen getrennten Buchten entlang der Küste. Jede hat ihren eigenen Charakter, doch eines haben sie gemeinsam – kristallklares Wasser und goldener Sand, umrahmt von vulkanischen Klippen.
Von Playa Blanca aus ostwärts gehend, passiert man nacheinander: Playa Mujeres (die größte, bei Nudisten beliebt), Playa del Pozo (auch als Playa de la Cruz bekannt), Playa de la Cera (klein und ruhig), bis man zur Playa Papagayo selbst gelangt – der berühmtesten unter ihnen, mit einer Chiringuito auf der Klippe und Blick auf Fuerteventura. Weiter östlich liegen noch Caleta del Congrio und Playa Puerto Muelas.

Anfahrt und Eintrittspreis
Zu den Papagayo-Stränden führt eine unbefestigte Straße von Playa Blanca (ca. 3 km). An der Einfahrt zum Naturpark Los Ajaches befindet sich eine Schranke mit Kassenhäuschen – die Einfahrtsgebühr mit dem Auto beträgt 3 €. Fußgänger und Radfahrer haben freien Zutritt. Die Straße ist steinig, aber mit einem normalen Auto befahrbar.
Alternativ führt von Playa Blanca ein Küstenwanderweg entlang – der Spaziergang zum ersten Strand (Playa Mujeres) dauert ca. 20–25 Minuten. Vom Hafen in Playa Blanca fahren auch kleine Wassertaxis, was besonders an heißen Tagen eine großartige Option ist.
Was Papagayo so besonders macht
Im Gegensatz zu vielen kanarischen Stränden wirkt Papagayo nahezu unberührt vom Massentourismus – und das trotz enormer Beliebtheit. Keine Hotelklötze, keine Betonpromenaden. Das einzige Gebäude in Sichtweite ist eine kleine Chiringuito (Strandbar) auf der Klippe über der Playa Papagayo, die einfaches Essen und kalte Getränke mit Blick auf Fuerteventura und die Insel Lobos serviert.
Das Wasser in den Buchten ist ruhig und flach – die Klippen schützen es vor Wind und Wellen. Ideale Bedingungen zum Schnorcheln: unter der Oberfläche begegnet man Fischschwärmen, Kraken und bunten Seeanemonen auf den Vulkanfelsen. An einigen Stränden (besonders Playa Mujeres und Caleta del Congrio) ist FKK verbreitet.
Praktische Informationen
- Anzahl der Strände: 6–7 Buchten
- Eintritt: 3 € für die Einfahrt mit dem Auto (Fußgänger kostenlos)
- Infrastruktur: minimal – Chiringuito, keine Liegen und Sonnenschirme
- Wasser: ruhig, warm, ideal zum Schnorcheln
- FKK: an mehreren Stränden toleriert
- Was mitnehmen: Schuhe für den steinigen Abstieg, Schnorchelmaske, Wasser und Proviant
Welcher Papagayo-Strand ist der beste?
Das hängt davon ab, was Sie suchen. Playa Papagayo ist landschaftlich am schönsten und hat eine Bar – kann aber auch am vollsten sein. Playa de la Cera ist ein guter Kompromiss – wunderschön und selten überfüllt. Playa Mujeres ist die größte und am leichtesten von Playa Blanca erreichbar. Für Einsamkeitsliebhaber – Caleta del Congrio am östlichen Ende, wohin nur wenige Touristen gelangen.
Strände in der Nähe
In der Umgebung von Playa Blanca lohnt sich auch ein Besuch der Playa Flamingo – einem breiten, familienfreundlichen Strand mit voller Infrastruktur und ruhigem Wasser. An der Ostküste Lanzarotes warten wildere Ecken wie Playa Quemada, ein rauer Strand unter Vulkanklippen. Und wenn Sie einen ganz anderen Charakter kanarischer Strände erleben möchten, fahren Sie nach Norden zur Playa de Famara – dem Surfer-Mekka mit Blick auf den Chinijo-Archipel.
