Playa de Benijo Teneriffa

Playa de Benijo — wilder Strand im Anaga-Gebirge auf Teneriffa

Playa de Benijo ist einer jener Orte, die das Bild von Teneriffa grundlegend verändern. Vergessen Sie Liegen und All-inclusive im Süden der Insel. Hier, im Herzen des Parque Rural de Anaga, trifft schwarzer Vulkansand auf die mächtigen Wellen des Atlantiks, und über dem Strand erheben sich steile, grün bewachsene Klippen. Aus dem Wasser ragen die Felsnadeln der Roques de Anaga — ein Anblick, der unzählige Fotobände geziert hat.

Wilder Strand im Anaga-Gebirge

Benijo liegt am nordöstlichen Ende Teneriffas im Anaga-Massiv — dem geologisch ältesten Teil der Insel, bedeckt mit Lorbeerwäldern, die zum UNESCO-Biosphärenreservat gehören. Schon die Anfahrt über die Serpentinen oberhalb der Abgründe ist ein Abenteuer — die enge, kurvenreiche TF-134 verlangt Konzentration, belohnt aber mit Ausblicken, die man nirgendwo sonst auf der Insel findet.

Der Strand ist etwa 300 Meter lang und 30 Meter breit, wobei er bei Flut deutlich schrumpft. Der Sand ist intensiv schwarz, vulkanischen Ursprungs, und bildet einen eindrucksvollen Kontrast zum weißen Schaum der an den Strand brandenden Wellen.

Abstieg und Zugang

Zum Strand führen 121 Steinstufen, die direkt bei den Restaurants in der Siedlung Benijo beginnen. Die Stufen sind steil, aber in gutem Zustand. Der Parkplatz ist sehr klein — er fasst nur gut ein Dutzend Autos. An Wochenenden und bei schönem Wetter ist er vor dem Mittag belegt. Alternativ kann man an der Haltestelle Almáciga parken und ca. 15 Minuten entlang der Klippe laufen.

Surfer und Fotografen

Benijo zieht zwei Gruppen von Enthusiasten an: Surfer und Fotografen. Die Wellen sind hier gewaltig und konstant, besonders im Winter, wenn der Atlantik solide Sets liefert. Für Surfer ein Paradies — allerdings eher für Erfahrene, denn die Strömungen können tückisch sein.

Fotografen kommen vor allem wegen der Sonnenuntergänge. Wenn die Sonne hinter dem Horizont versinkt und die Roques de Anaga als dunkle Silhouetten vor dem orangefarbenen Himmel stehen, gibt es kaum ein dramatischeres Motiv auf ganz Teneriffa.

Sicherheit — wichtiger Hinweis

Playa de Benijo ist kein Badestrand. Die Strömungen sind stark und unberechenbar, die Wellen können selbst bei ruhigem Wetter überraschen. Am Strand gibt es keine Rettungsschwimmer. Jedes Jahr kommt es hier zu gefährlichen Situationen. Man kann gefahrlos am Ufer die Füße ins Wasser halten, aber tiefer als hüfthoch ins Meer zu gehen, bedeutet echtes Risiko. Besondere Vorsicht bei Ebbe, wenn Felsen freiliegen.

Was man noch wissen sollte

  • Am Parkplatz gibt es einen Chiringuito (Strandbar) mit lokalen Gerichten und Getränken. Empfehlung: frischer Grillfisch.
  • An einem Teil des Strandes wird FKK toleriert — meist im hinteren (westlichen) Bereich.
  • Prüfen Sie die Gezeitentabelle vor dem Besuch — bei Flut kann der Strand fast vollständig überspült sein.
  • Die Fahrt über die TF-134 ab La Laguna dauert ca. 45 Minuten. Es gibt keinen direkten Bus — ein Auto ist erforderlich.

Wenn Sie sehen möchten, wie das Wetter im Norden der Insel gerade aussieht, schauen Sie auf unsere Live-Webcams auf Teneriffa.

Strände in der Nähe

  • Playa de Almáciga — der Nachbarstrand, besser geschützt, beliebt bei einheimischen Surfern.
  • Playa de Roque de las Bodegas — 5 Minuten Fahrt, schwarzer Sand, Wellenbrecher schützen vor den Wellen, Duschen vorhanden.
  • Playa de las Teresitas — 30 Minuten Fahrt Richtung Santa Cruz, importierter goldener Sand aus der Sahara, ruhiges Wasser — die perfekte Alternative zum Baden.
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