Sturmwarnung für die Kanaren: Tief Regina bringt Wetterumsturz
Teneriffa und die anderen Kanarischen Inseln stehen ab diesem Montag im meteorologischen Fokus. Grund ist die Ankunft eines neuen, als „hochwirksam“ eingestuften Tiefdruckgebiets mit dem Namen Regina. Das vom portugiesischen Wetterdienst benannte Tief bringt heftige Regenfälle, starken Wind, möglichen Schneefall auf den Gipfeln von Teneriffa und La Palma sowie einen markanten Wetterumschwung im gesamten Archipel – pünktlich zum Beginn des meteorologischen Frühlings am 1. März.
Gelbe Warnung vor Sturmböen für die westlichen Inseln
Laut der spanischen Wetterbehörde AEMET wird Regina zuerst die westlichen Inseln erreichen. Für La Palma, El Hierro, La Gomera und Teneriffa gilt eine gelbe Warnstufe vor Windböen, die bis zu 80 Kilometer pro Stunde erreichen können. In hochgelegenen Gebieten von El Hierro, La Gomera und Teneriffa sind sogar Geschwindigkeiten von über 90 km/h möglich. Der Wind wird in den ersten Stunden des Unwetterereignisses das beherrschende Phänomen sein, allerdings sind auch Niederschläge zu erwarten, die sich im Laufe der Woche noch intensivieren könnten.
Prognose für jede Insel: Von Regen bis Schnee
Teneriffa
Das Wetter auf Teneriffa wird sich ab dem späten Nachmittag und in der Nacht destabilisieren. Es sind Niederschläge zu erwarten, die in einigen Teilen der Insel anhaltend sein könnten. Schneefall in der Gipfelregion des Teide ist nicht ausgeschlossen. Der Wind frischt im zentralen Gebirgskamm sowie an den Nordost- und Nordwesthängen spürbar auf.
La Palma, La Gomera und El Hierro
Das Muster ähnelt dem auf Teneriffa: Bewölkung im Norden, Aufhellungen zur Mittagszeit und Rückkehr der Regenfälle am Nachmittag. Auf allen drei Inseln nimmt der Wind in der Nacht zu, mit möglichen sehr starken Böen in den Gipfellagen und exponierten Hängen. Auch auf La Palma ist Schnee in den Höhenlagen möglich.
Gran Canaria
Der Norden Gran Canarias startet bewölkt mit geringer Wahrscheinlichkeit für leichten Regen. Am Nachmittag gibt es Aufhellungen, bevor zum Tagesende erneut Niederschläge einsetzen. Die Höchsttemperaturen steigen im Norden und in den mittleren Lagen leicht an. Zum Tagesende kann der Wind in Gipfellagen und exponierten Hängen sehr starke Böen bringen.
Lanzarote und Fuerteventura
Der Morgen beginnt auf den östlichen Inseln bewölkt mit späteren Aufhellungen. Gegen Ende des Tages könnten jedoch wieder schwache Regenfälle auftreten. Auch hier wird der Wind im Tagesverlauf stetig zunehmen.
Eine außergewöhnlich aktive Unwettersaison
Das Tiefdruckgebiet Regina ist das vierzehnte benannte „hochwirksame“ Tief dieser Saison und das siebzehnte seit Oktober letzten Jahres. Mit Regina erreicht die aktuelle Saison damit die gleiche Anzahl benannter Stürme wie die Rekordsaison 2023-2024.
Während Regina auf dem spanischen Festland vor allem den Süden und Osten, insbesondere die Mittelmeerküste mit teils ergiebigen Regenmengen in den kommenden Tagen treffen wird, liegt der Fokus auf den Kanaren auf der Windintensität in den Bergen und an exponierten Hängen sowie der Entwicklung der Niederschläge auf den Inseln mit höherem Relief wie Teneriffa und La Palma. Die Wettermodelle prognostizieren für einige Regionen Gesamtniederschläge von über 100 Litern pro Quadratmeter.
Nach Monaten, die vom Durchzug wiederholter Tiefdruckgebiete geprägt waren, setzt Regina eine besonders aktive Saison fort, die bereits in weiten Teilen Spaniens für reichlich Regen gesorgt hat.

