Großprojekt für bezahlbaren Wohnraum
Die Inselregierung (Cabildo) von Gran Canaria und die Stadtverwaltung (Ayuntamiento) von Las Palmas de Gran Canaria haben am Dienstag, den 13. Januar 2026, ein Kooperationsabkommen unterzeichnet. Kern des Abkommens ist die Finanzierung des Baus von 240 neuen, preisgebundenen Mietwohnungen im Stadtteil Las Torres durch das Cabildo mit einer Summe von 39,6 Millionen Euro.
Finanzierung und Zeitplan
Die Förderung wird über den Wohnungsbaukonsortium von Gran Canaria (Consorcio de Viviendas de Gran Canaria) abgewickelt, das der Vizepräsidentschaft der Inselregierung untersteht. Die Mittel werden der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt, damit diese noch in diesem Jahr die Planungsunterlagen erstellen und 2027 mit dem Bau der neuen Wohnanlage beginnen kann. Das Gebäude entsteht auf einem städtischen Grundstück in der Calle Archivero Joaquín Blanco Montesdeoca im Viertel Las Torres, auf einem Gelände hinter dem Einkaufszentrum Las Ramblas.
Die Bauzeit ist mit 48 Monaten ab Unterzeichnung des Vertrags veranschlagt. Die Finanzierung der Inselregierung in Höhe von 39,6 Millionen Euro wird über mehrere Jahre verteilt: 2025 und 2026 sind jeweils 100.000 Euro vorgesehen, 2027 folgen 9.010.000 Euro, 2028 dann 20.140.000 Euro und 2029 weitere 10.500.000 Euro. Die Finanzierung deckt zu 100 % die Kosten der Maßnahme, inklusive Projektierung, Bauleitung sowie Sicherheits- und Gesundheitskoordination, die allesamt von der Stadtverwaltung Las Palmas de Gran Canaria durchgeführt werden. Der Baubeginn ist für das Jahr 2027 geplant.
Gemeinsames Engagement für Wohnraum
Die Bürgermeisterin von Las Palmas de Gran Canaria, Carolina Darias, und der Vizepräsident des Cabildo von Gran Canaria sowie Regionalrat für öffentliche Arbeiten, Infrastruktur, Architektur und Wohnungsbau, Augusto Hidalgo, unterzeichneten das Abkommen. Bürgermeisterin Darias dankte der Inselregierung für ihre Unterstützung und Sensibilität und betonte das vollständige Einvernehmen und die Zusammenarbeit beider Institutionen in dieser besonders wichtigen Frage des Wohnungsbaus.
Sie fügte hinzu, dass die Stadtverwaltung bereits wichtige Schritte im Bereich Wohnen unternommen habe, sowohl bei der Sanierung als auch beim Ersatz von Wohnungen sowie beim Bau von öffentlichem Mietwohnungsbau in verschiedenen Formen. Diese Kooperation sei ein Beispiel dafür, da sie den Bau von 240 neuen öffentlichen Mietwohnungen zu erschwinglichen Preisen im Viertel Las Torres ermögliche. Mit der Unterzeichnung dieses Abkommens werde zudem die Investitionssumme in öffentlichen Wohnungsbau von 100 Millionen Euro überschritten. Man nähere sich damit der Hälfte der für diese Amtszeit geplanten 1.000 Mietwohnungen. Von diesen seien bereits 300 im Bau und für weitere 240 liege nun die Finanzierung vor.
Wohnungsnot als zentrale Herausforderung
Vizepräsident Augusto Hidalgo hob die besondere aktuelle Situation hervor, in der die Wohnungsfrage von der Bürgerschaft als Hauptproblem identifiziert werde. Die vorrangige Lösung dieses Problems sei der Aufbau eines Bestands an öffentlichem Wohnraum, auch wenn dies aufgrund der benötigten Zeit keine einfache Lösung sei. „Wir, das Cabildo von Gran Canaria, haben ein Paket von Initiativen vorangetrieben, das vom Bau von Wohnungen bis zur Zusammenarbeit mit den Gemeinden reicht, damit diese selbst bauen können. Das heutige Abkommen ist das wichtigste, das wir bis jetzt unterzeichnet haben“, erklärte Hidalgo.

