Versicherungsmakler soll Kunden mit falschen Policen betrogen haben
Beamte der Guardia Civil aus dem Ermittlungsbereich der Hauptwache in Playa de las Américas im Süden Teneriffas haben einen 44-jährigen Mann als mutmaßlichen Täter eines fortgesetzten Betrugsdelikts festgenommen. Der Beschuldigte soll seine Position als professioneller Versicherungsmakler in einer von ihm geführten Beratungsstelle in der Gemeinde Arona ausgenutzt haben, um insgesamt 156 Personen um mehr als 130.000 Euro zu betrügen.
Das betrügerische System
Seine Vorgehensweise bestand darin, die Opfer zu täuschen, indem er ihnen vorgab, verschiedene Arten von Versicherungspolicen für sie abzuschließen. In Wirklichkeit handelte es sich bei diesen Policen um Fälschungen. Auf diese Weise brachte er die Kunden dazu, ihm die Kosten für jede Police zu überweisen. Das Geld leitete er anschließend auf seine persönlichen Bankkonten um, ohne dass es jemals zu einer legalen oder tatsächlichen Abwicklung kam.
Umfangreiche Ermittlungen nach erster Anzeige
Als die Guardia Civil durch die erste eingereichte Anzeige von den mutmaßlichen Straftaten erfuhr, leitete sie umgehend Ermittlungen ein. Im Zuge dieser Untersuchungen konnten die Beamten fast 1.200 Versicherungspolicen und Bankkonten analysieren. Dadurch gelang es, potenziell Geschädigte zu identifizieren und die notwendigen Beweise und Indizien für die Aufklärung des fortgesetzten Betrugs zu sammeln.
Weitere Geschädigte werden erwartet
Bislang sind insgesamt 46 Anzeigen eingegangen. Die Guardia Civil schließt nicht aus, dass in den kommenden Tagen weitere Personen auftauchen könnten, die Opfer desselben Betrugs geworden sind, wie sie in einer Mitteilung detailliert darlegt. Der Festgenommene wurde zusammen mit den eingeleiteten Ermittlungsakten der zuständigen Justizbehörde vorgeführt.

