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Diese Alltagshandlungen am Steuer kosten Sie Geld und Punkte

Ablenkung am Steuer: Eine unterschätzte Gefahr auf den Kanaren

Ablenkungen am Steuer zählen zu den Hauptursachen für Verkehrsunfälle auf den Kanarischen Inseln und im restlichen Spanien. Während der Fahrt führen Fahrer oft Handlungen aus, die harmlos erscheinen, aber ein ernsthaftes Risiko für sie selbst und andere Verkehrsteilnehmer darstellen. Die spanische Verkehrsbehörde Dirección General de Tráfico (DGT) ist hierbei eindeutig: Jede Art von Ablenkung erhöht das Unfallrisiko auf der Straße. Daher ist volle Aufmerksamkeit beim Fahren der Schlüssel, um gefährliche Situationen zu vermeiden und die Reaktionsfähigkeit zu erhöhen. Ablenkungen verursachen einen Großteil der Verkehrsunfälle. Das Begehen solcher Verstöße wird, so die DGT, „nicht nur mit einer Geldstrafe geahndet, sondern kann auch zum Verlust von Punkten im Führerschein führen“.

Die teuersten und folgenschwersten Verstöße im Überblick

Geschwindigkeitsüberschreitung: Dies ist die häufigste Sanktion. Fahrer müssen mit Bußgeldern von bis zu 600 Euro und dem Verlust von 2 bis 6 Punkten im Führerschein rechnen.

Alkohol und Drogen: Je nach Promille- oder Drogenwert können die Strafen bis zu 1.000 Euro und 6 Punkte betragen. Ein Wert von über 0,6 mg/l Alkohol in der Atemluft gilt zudem als Straftat.

Handynutzung: Das Fahren mit dem Handy in der Hand wird mit 200 Euro Geldbuße und dem Abzug von 3 bis 6 Punkten bestraft.

Rauchen im Auto: Mehr als nur eine schlechte Angewohnheit

Rauchen während der Fahrt gilt als Ablenkung, da der Blick von der Straße abgewandt wird. Zudem entsteht im Fahrzeuginnenraum ein verrauchtes Milieu, das die Sicht beeinträchtigt und die Verkehrssicherheit gefährdet. Dafür ist eine Strafe von 200 Euro fällig. Das Wegwerfen einer Zigarettenkippe aus dem Fenster wird hingegen noch strenger geahndet: Es kostet 500 Euro und 6 Punkte.

Anschnallen nicht vergessen – es wird teuer

Nicht angelegter Sicherheitsgurt: Dies wird als schwerwiegender Verstoß eingestuft und zieht eine Strafe von 200 Euro sowie den Verlust von 4 Punkten nach sich.

Essen und Trinken am Steuer: Eine Grauzone mit Risiko

Die spanische Straßenverkehrsordnung verbietet das Essen oder Trinken im Auto nicht ausdrücklich. Das Verkehrs- und Straßensicherheitsgesetz ist jedoch klar: „Der Fahrer eines Fahrzeugs ist verpflichtet, seine Bewegungsfreiheit, das notwendige Sichtfeld und die ständige Aufmerksamkeit für das Fahren zu wahren, um die eigene Sicherheit, die der anderen Insassen und die der übrigen Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.“ Verkehrspolizisten können das Trinken oder Essen als einen leichten Verstoß werten, was eine Geldstrafe von 80 Euro zur Folge hätte. Wenn jedoch der Eindruck entsteht, dass eine Risikosituation für die Fahrer entsteht, können die Bußgelder auf bis zu 200 Euro steigen.

Essen oder Trinken kann als gefährlicher Verstoß gewertet werden, da man für mehrere Sekunden nur mit einer Hand lenkt und auch momentan die Sicht auf die Umgebung verliert. Zudem lenkt es den Fahrer mental ab, wenn er zur Wasserflasche greift und während der Fahrt trinkt. In der Folge verzögert sich die Entscheidungsfindung in kritischen Situationen.

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