kanaren immobilienverkaufe steigen 28 prozent november 2025

Kanaren: Immobilienverkäufe steigen um fast 28 Prozent

Boom am kanarischen Immobilienmarkt

Die notariell beglaubigten Kaufverträge für Wohnimmobilien sind auf den Kanarischen Inseln im November 2025 im Vergleich zum gleichen Vorjahresmonat um 27,9 % gestiegen. Diese Zahl macht die Inselgruppe zur autonomen Gemeinschaft mit dem zweithöchsten Zuwachs in ganz Spanien, direkt hinter der autonomen Stadt Melilla, die ein Plus von 33,3 % verzeichnete.

Preisexplosion in einem Jahrzehnt

Es sei daran erinnert, dass laut Daten des spanischen Wohnungsbauministeriums vom vergangenen November der Wohnungspreis in Spanien in den letzten zehn Jahren um mehr als 40 % gestiegen ist und nun über 2.000 Euro pro Quadratmeter liegt. Auf den Kanarischen Inseln fiel der Anstieg mit fast 52 % noch deutlicher aus. In diesem Zeitraum stieg der Preis von 1.318 Euro/m² im Jahr 2015 auf knapp 2.000 Euro/m² – ein Plus von fast 680 Euro.

Gesamttrend in Spanien und bei Hypotheken

Laut dem am heutigen Donnerstag vom Kollegium der Grundbuchbeamten (Colegio de Registradores) veröffentlichten Ergebnisbericht gab es in ganz Spanien im November 2025 einen Anstieg der Wohnungsverkäufe um 7,1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Hypotheken für den Hauskauf stiegen sogar um 10,6 %. Hochgerechnet auf 92,1 % der analysierten Grundbucheinträge beziffert die Statistik der Registradores die Anzahl der Wohnungskäufe in Spanien im November auf 58.533. Dies bedeutet einen Aufschwung gegenüber der Stabilisierung, die seit den Sommermonaten zu beobachten war. Die Anzahl der eingetragenen Wohnungshypotheken erreichte unterdessen 43.211, was 10,6 % mehr sind als im November des Vorjahres.

Günstige Kredite und knappes Angebot

Dies geschieht in einem Kontext, der durch günstigere Hypothekenfinanzierungen dank attraktiverer Zinssätze und durch einen Mangel an verfügbarem Wohnraum auf dem Markt geprägt ist. Das Angebot kann die aktuelle Nachfrage nicht befriedigen, was die Preise weiter in die Höhe treibt.

Regionen im Vergleich: Wer wächst, wer schrumpft?

Den Daten der Grundbuchbeamten zufolge gab es die größten Zuwächse bei Wohnungsverkäufen in Melilla (33,3 %), den Kanarischen Inseln (27,9 %) und Murcia (21,8 %). Die einzigen Rückgänge verzeichneten Madrid (-11,1 %), Asturias (-5,9 %) und die Balearen (-0,3 %). Bei den Wohnungshypotheken gab es in vierzehn autonomen Gemeinschaften Zuwächse. Besonders hervor stachen mit Raten von über 20 % Kantabrien (49,2 %), Ceuta (32,7 %), Valencia (24,1 %) und Andalusien (20 %). Rückgänge gab es hingegen in Aragonien (-9 %), Navarra (-6,3 %), Madrid (-5,1 %), Melilla (-3,8 %) und auf den Balearen (-3,3 %).

Gesamtzahl aller Kaufverträge und Hypotheken

Berücksichtigt man alle registrierten Kaufverträge, nicht nur für Wohnimmobilien, stiegen die Transaktionen im November um 8,1 % auf 114.758. In diesem Fall wurden die größten Zuwächse in Melilla (32,2 %), Kantabrien (31,9 %), dem Baskenland (28,5 %) und Murcia (21,8 %) verzeichnet. Rückgänge gab es in Madrid (-9,9 %), Aragonien (-1,4 %) und auf den Balearen (-0,9 %). Bei der Gesamtzahl aller Hypotheken, also über Wohnimmobilien hinaus, belief sich die Zahl im November 2025 auf 56.118, was einem Plus von 9,6 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Was die absolute Anzahl der Hypotheken für alle Arten von Immobilien betrifft, lagen die höchsten Zahlen in Andalusien (11.287), Katalonien (8.957) und Madrid (8.101). Die stärksten Zuwächse wurden in Kantabrien (64,4 %), Kastilien und León (25,9 %), Ceuta (21,5 %) und dem Baskenland (20,5 %) beobachtet. Die deutlichsten Rückgänge bei der Gesamtzahl der Hypotheken gab es in Melilla (-26,2 %), Madrid (-8,6 %) und Navarra (-5,3 %).

Trendwende nach Sommerflaute?

Die Grundbuchbeamten betonen, dass der Markt nach dem Aufwärtstrend in den ersten Monaten des Jahres eine allmähliche Mäßigung mit gewissen Schwankungen zeigte. Ab August war eine Verlangsamung der Kaufverkäufe zu beobachten, die im letzten Monat jedoch mit einem beträchtlichen Anstieg zu brechen scheint. Dennoch ist in den letzten Monaten ein weniger günstiges Verhalten bei Wohnimmobilientransaktionen im Vergleich zum Gesamtmarkt festzustellen.

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