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Wohnungsbrand in Santa Lucía: Feuerwehr fordert neue Wache

Wohnungsbrand im Ortskern von Santa Lucía

Ein am gestrigen Nachmittag, dem 3. Januar 2026, ausgebrochenes Feuer in einem Wohnhaus im Ortskern von Santa Lucía de Tirajana auf Gran Canaria löste einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus. Das Notfall- und Sicherheitskoordinationszentrum (Cecoes) erhielt den Alarm um 14:23 Uhr. Das Feuer war in einem Gebäude in der Calle Juan del Río Ayala ausgebrochen.

Lange Anfahrtszeit – Nachbarn als erste Helfer

Aufgrund der großen Entfernung zwischen der Feuerwache in Arinaga und dem Zentrum von Santa Lucía benötigten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Gran Canaria etwa 40 Minuten, um den Einsatzort zu erreichen – die übliche Fahrzeit vom Industriegebiet Arinaga in die Gemeinde. In dieser Zeit versuchten mehrere Nachbarn, die Ausbreitung der Flammen mit provisorischen Mitteln wie Wassereimern einzudämmen und bearbeiteten die Fassade des betroffenen Gebäudes, bis die professionellen Rettungskräfte eintrafen.

Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst

Bei ihrer Ankunft gingen die Feuerwehrleute daran, den Brand im Inneren der Wohnung zu löschen, und führten anschließend Belüftungs-, Absicherungs- und Absperrmaßnahmen am Gebäude durch. Zudem halfen sie den Eigentümern bei der Bergung grundlegender Haushaltsgegenstände wie Kleidung und persönlicher Dinge, die in den Tagen nach dem Schaden benötigt werden.

An der Einsatzlage beteiligten sich auch Beamte der Lokalpolizei, der Guardia Civil und ein Rettungswagen des Kanarischen Notfalldienstes (SUC). Der SUC behandelte die Hausbesitzerin aufgrund einer Angstattacke. Die Rettungskräfte leisteten zudem psychologische Unterstützung für die Betroffenen und überprüften die angrenzenden Wohnungen, um strukturelle Schäden oder zusätzliche Risiken auszuschließen.

Schwerer Sachschaden, aber keine Personen in Gefahr

Die Wohnung wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen, insbesondere das Erdgeschoss. Glücklicherweise hielten sich zum Zeitpunkt des Brandes keine Personen im Gebäude auf, wodurch schwerwiegende persönliche Folgen vermieden wurden. Die Feuerwehr führte zwei gründliche Such- und Überprüfungsaktionen durch, um die Abwesenheit eingeschlossener Personen zu bestätigen.

Feuerwehr nutzt Vorfall für dringende Forderung

Die Feuerwehr Gran Canaria nutzte den Vorfall, um auf ein altes Problem hinzuweisen: die dringend benötigte Eröffnung der Feuerwache Tunte. Diese Einrichtung ist seit dem Jahr 1999 fertiggestellt, wurde jedoch aufgrund der Nicht-Integration der Gemeinde San Bartolomé de Tirajana in den Notfallkonsortium nie in Betrieb genommen. Die Inbetriebnahme dieser Wache würde eine sofortige Abdeckung sowohl des Ortskerns von San Bartolomé de Tirajana-Tunte als auch des Ortskerns von Santa Lucía und des Berggebiets ermöglichen. Dies würde die Reaktionszeiten bei Notfällen erheblich verbessern und die Sicherheit der Bevölkerung erhöhen.

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