Tragischer Fund vor der Südküste
Die Seenotrettung (Salvamento Marítimo) hat am Samstag einen Cayuco mit fast 200 Insassen in den Hafen von Granadilla auf Teneriffa begleitet. Unter den Geretteten befand sich eine Person, die bereits verstorben war. Wie Quellen der Rettungsdienste, die im Hafen die Migranten versorgen, der Nachrichtenagentur EFE mitteilten, steht die offizielle Zählung zwar noch aus und der Sanitätseinsatz dauert an, doch ein Todesfall sowie mehrere medizinische Notfalltransporte wurden bereits bestätigt. An Bord des Holzbootes befanden sich etwa 40 Frauen, eine von ihnen war schwanger.
Alarm bei rauer See
Laut Angaben von Salvamento Marítimo ging um 7:29 Uhr ein Notruf ein, der ein Migrantenboot vor der Küste von Las Galletas im Süden der Insel meldete. Umgehend wurden das Rettungsboot „Salvamar Alpheratz“ und der Rettungshubschrauber „Helimer 201“ dorthin entsandt. Angesichts des schlechten Seegangs mit 20 Knoten Wind und zwei bis drei Meter hohen Wellen entschieden die Retter, dass es sicherer sei, den Cayuco in den geschützteren Hafen von Granadilla zu geleiten. Das Boot legte dort gegen 10:30 Uhr an. Zur Unterstützung wurde zudem das Rettungsboot „Salvamar Menkalinam“ mobilisiert, das den Cayuco bis zum sicheren Anlegen begleitete.

